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Lena im Norden Südafrikas

18.03.2023

Gestern ging es für meine Mutter und mich mit der Lufthansa von Hannover über Frankfurt endlich wieder nach Südafrika. Für sie war es das erste Mal nach fünf Jahren, ich selbst war erst im November da, hatte aber schon wieder Fernweh und freute mich, dass es wieder losging. Unser Flug ist pünktlich in Johannesburg gelandet und wir haben unseren Mietwagen am Flughafen bei BLUU abgeholt. Gegen 11:00 Uhr haben wir uns dann auf den Weg zu unserer ersten Unterkunft in Hazyview gemacht. Die Strecke über die Autobahn ist gut ausgebaut und gegen 16:00 Uhr sind wir dann in unserer Unterkunft, dem Dreamfields Guest House, angekommen. Wir wurden lieb von Isabel in Empfang genommen, ich kannte das Dreamfields bereits von einer Site Inspection im November und sie konnte sich auch noch an mich erinnern. Wir haben uns dann nur noch etwas frisch gemacht und sind noch etwas einkaufen gefahren. Am Abend gab es endlich ein lang ersehntes Savanna (Südafrikanischer Cider) und nach dem Abendessen sind wir nur müde ins Bett gefallen.

19.03.2023

Heute hat unser Wecker bereits um 05:00 Uhr morgens geklingelt, denn wir wollen den Kruger Nationalpark auf eigene Faust erkunden. Als wir am Phabeni Gate, welches vom Dreamfields Guest House nur knappe 15 Minuten entfernt liegt, angekommen sind, wurde unser Auto zuerst auf Alkohol und Waffen kontrolliert, danach haben wir ein Formular zum ausfüllen bekommen, wo unter anderem unsere Namen, Reisepassdaten und das Kennzeichen des Fahrzeuges abgefragt werden.
Nach nur einigen Kilometern werden wir von einer großen Gruppe Impalas begrüßt und nur ein kurzes Stück weiter haben wir auch eine Giraffe entdeckt. Dann sind wir zu einem See abgebogen und konnten Hippos beim Baden beobachten. Zuerst geht es für uns in Richtung Skukuza, einem Rest Camp im Krüger Park, da wir dort unser „packed breakfast“ mit einem Kaffee am Fluss genießen möchten. Auf dem Weg dorthin haben wir noch eine große Herde Elefanten am Straßenrand gesehen. Beim Frühstück bei Skukuza, haben wir im Fluss ein Krokodil entdeckt. Nach dem Frühstück sind wir in den Shop gegangen und haben ein paar Souvenirs für die Lieben zu Hause gekauft. Wir haben uns dann an einer der Sighting Karten orientiert (dort wird mit Magneten markiert, wo welche Tiere am Vortag und am gleichen Tag gesehen wurden) und haben uns entschieden erst einmal in Richtung Tshokwane zu fahren. Auf dem Weg dorthin haben wir ein paar Zebras und einige Impalas gesehen und uns dann entschieden weitere in Richtung Lower Sabie zu fahren, was die richtige Entscheidung gewesen ist! Wir haben drei große Elefantenherden gesehen, und die Landschaft war traumhaft! Nach einer ausgiebigen Mittagspause im Lower Sabie Rest Camp wollten wir zurück zum Phabeni Gate die Skukuza – Lower Sabie Straße nehmen, diese war aufgrund der heftigen Regenfälle im Monat zuvor aber noch gesperrt und leider waren zusätzlich auch einige Schotterstraßen gesperrt. Also sind wir dieselbe Route wieder zurückgefahren. Für mich war es sehr spannend zu sehen, wie grün der Krüger Park im Vergleich zu meinem letzten Besuch im November ist. Auf dem Rückweg haben wir wieder einige Elefantenherden und Zebras gesehen. Weil das Gate um 18:00 Uhr schließt, sind wir dann durch das Paul Kruger Gate aus dem Park herausgefahren und waren zum Sonnenuntergang zurück in der Unterkunft. Der Tag war doch sehr lang und nach dem Abendessen haben wir gut geschlafen.

20.03.2023

Auch heute klingelte der Wecker recht früh um 07:00 Uhr. Wir haben unser Gepäck ins Auto geladen und gefrühstückt. Beim Frühstück hat Isabel uns über die aktuelle Lage bezüglich der geplanten Proteste, die mit dem landesweiten Shutdown der EFF, einer südafrikanischen Oppositionspartei, zu tun haben, informiert. Laut Isabel ist die Polizei heute wohl sehr präsent und soll die Situation gut im Griff haben. Auch für mich ist es das erste Mal, solche Proteste mitzuerleben und es hilft immer, mit den Gastgebern vor Ort zu sprechen. Diese sind gut vernetzt und können die Lage am besten einschätzen. Also ging es für uns weiter in die Karongwe River Lodge im gleichnamigen Karongwe Private Game Reserve. Unterwegs haben wir immer wieder Polizeiautos gesehen, aber abgesehen von einigen brennenden Autoreifen ist es ruhig. Als wir nach circa 2 ½ Stunden in der Karongwe River Lodge ankommen, werden wir herzlich von Lucas dem Manager und unserem Guide Sundy und Tracker Thomas für die nächsten zwei Tage empfangen. Nach dem Check in werden wir zu unserer schönen Executive Suite mit Blick auf den Fluss gebracht. Ich werde kurze Zeit später schon wieder für einen Rundgang durch die Lodge abgeholt und konnte mir auch die anderen Zimmerkategorien ansehen. Nach der kurzen Site Inspection habe ich meine Mutter am Zimmer abgeholt und wir sind zum Lunch auf die große Terrasse gegangen, hier war schon ein Tisch für uns hergerichtet und mit Blick auf den Fluss können wir unser Mittagessen genießen. Leider haben wir keine Tiere gesehen, hin und wieder hat man das Glück und kann auf der gegenüberliegenden Seite die Tiere beobachten. Nach dem Essen geht es für uns zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Damm und wir haben Glück: Wir haben eine Hippo Familie entdeckt und zwei Krokodile. Am Nachmittag geht es dann für uns auf den ersten Game Drive, als Gast hat man hier zwei Pirschfahrten pro Übernachtung inkludiert: eine am Morgen und eine am Nachmittag. Ein tolles Gefühl, wieder im offenen Fahrzeug durch den Busch zu fahren. Als Erstes haben wir ein White Rhino gesehen, welches sich gerade im Schlamm gebadet hatte. Unser Guide Sundy erklärt uns, dass im Karongwe Reservat die Hörner der Nashörner gekürzt werden, um die Tiere vor Wilderern zu schützen. Leider ist die Wilderei noch immer ein großes Problem und die Nashorn Population ist deutlich gesunken. Man erkennt den Unterschied zwischen einem White Rhino und einem Black Rhino daran, dass das White Rhino (Breitmaulnashorn) einen längeren Kopf und quadratische Lippen hat. Das Black Rhino (Spitzmaulnashorn) hat einen kurzen Kopf und spitze Lippen. Nachdem wir alle den Moment genossen haben, geht es für uns weiter auf die Suche nach anderen Tieren. Wir sehen noch einige Antilopen, Zebras, ein paar Elefanten im Fluss und zum Ende noch drei Löwinnen mit Ihren Babys und einen Leoparden. Zurück in der Lodge werden wir mit einem Sherry begrüßt und dann zu unserem Tisch fürs Abendessen gebracht. Heute wird das Abendessen am Pool serviert. Die Location vom Abendessen wechselt täglich, sodass es auch für Gäste die länger als zwei Nächte vor Ort sind, nicht langweilig wird. Die River Lodge ist zwar eingezäunt, aber der Zaun ist eher für größere Tiere wie zum Beispiel Elefanten gedacht, deshalb werden wir nach dem Abendessen von einem Guide zurück zu unserem Zimmer gebracht.

21.03.2023

Heute werden wir um 05:00 Uhr durch ein Klopfen an unserer Tür geweckt, es ist Thomas unser Tracker, denn um 05:30 Uhr startet unsere Pirschfahrt. Nach einer Tasse Kaffee geht es für uns pünktlich los und keine halbe Stunde später entdecken wir die 3 Löwinnen mit Ihren 2 Babys vom Vortag. Was ein Highlight – und das alles vor dem Frühstück! Wir sehen noch einige Antilopen und Zebras und machen einen Stopp bei einer Gepardin, welche aktuell in einem großen Gehege ist, weil sie verletzt war. Die Gepardin hat vor kurzem vier Babys bekommen, sodass wir denen bei der morgendlichen Spielerunde zuschauen können. Zurück in der Lodge gibt es Frühstück auf der Terrasse und nach dem Frühstück werde ich von einem der Manager des Reservates für einige Site inspections abgeholt. Für uns ist es besonders wichtig zu wissen, wie die einzelnen Unterkünfte aussehen und was sich in den letzten Jahren verändert hat. Passend zum Mittagessen bin ich wieder zurück in der Lodge und wir können beim Essen den Ausblick auf den Fluss genießen. Nach dem Essen ruhen wir uns auf unserer Veranda noch etwas aus, bevor es um 16 Uhr wieder auf den Game Drive geht. Auch der Game Drive heute Nachmittag startet grandios und wir haben als Erstes einen Leoparden auf einem Baum gesehen. Nach einer Weile fahren wir weiter und beobachten einige Elefanten und Giraffen. Wir suchen weiter und entdecken etwas später einen Löwen und eine Löwin, die faul im Schatten liegen und der Nachmittagshitze entkommen. Anschließend ist es wieder Zeit für den täglichen Sundowner Drink – für uns Gin Tonic. Auf dem Rückweg zur Lodge sehen wir noch einige Antilopen und eine kleine Python. Nachdem wir mit einem Springbok (einer Schnapsmischung mit Pfefferminzschnaps in der unteren Hälfte und Amarula in der oberen Hälfte) wieder begrüßt werden, machen wir uns frisch und werden dann zum Essen in die Boma abgeholt. Es gibt ein gemütliches Lagerfeuer und einen typischen südafrikanischen Braai, mit vielen Beilagen. Wir hatten gehofft, dass wir ein Braai miterleben dürfen und haben Glück. An diesem Abend haben auch unsere Guides mit uns gegessen und nach vielen spannenden Gesprächen werden wir nach und nach alle wieder zurück auf unser Zimmer gebracht.

22.03.2023

Den Tag starten wir, wie die letzten Tage auch, wieder sehr früh. Wie auch gestern geht es für uns pünktlich um 05:30 Uhr passend zum Sonnenaufgang los in den Busch. Wir sind noch etwas müde, aber keine 10 Minuten nachdem wir losgefahren sind sehen wir eine Herde Elefanten, und nach kurzer Zeit sind die schönen Dickhäuter überall verteilt und wir mittendrin. Gerade sind wir dabei einen Elefanten, der etwas abseits in einem Baum steht, zu beobachten, als er sich auf den Weg auf die andere Seite macht. Sundy und Thomas sagen uns, dass wir nun alle ganz leise sein und still sitzen müssen und da läuft er genau hinter unserem Auto her. Meine Mutter und ich sitzen ganz hinten und sind dadurch am nächsten dran, einfach ein magischer Moment, so nah haben wir einen Elefanten noch nie gesehen. Danach sind wir auf jeden Fall wach! Weiter geht es in den Busch auf die Suche nach weiteren Tieren, früh morgens und am späten Nachmittag, wenn es nicht zu heiß ist, sind die Tiere am aktivsten und so sehen wir als Nächstes einige Giraffen und Zebras. Weiter geht es nochmal zu der Gepardin mit ihren Babys und nach einer Kaffeepause und Rusks (südafrikanisches Gebäck) machen wir uns langsam auf den Weg zurück zur Lodge. Wir haben Glück und unsere Pirschfahrt endet mit der Leopardin von gestern Nachmittag, sie liegt wieder auf dem Baum. Als wir heute Morgen los sind, war das unser erster Stopp, aber sie war leider nicht zu finden, aber nun hatten wir doch noch Glück und einen tollen Abschluss. Zurück in der Lodge frühstücken wir noch ein letztes Mal auf der schönen Terrasse mit Blick auf den Fluss und checken im Anschluss aus. Wir verabschieden uns von Sundy und Thomas und machen uns auf den Weg zu unserer nächsten Unterkunft in Piet Retief. Wir sind uns nicht ganz sicher, in welchem Zustand die Straßen sind und machen uns lieber rechtzeitig auf den Weg. Leider sind die Straßen im Norden von Südafrika nicht so gut und vor allem nach der Regenzeit muss man mit vielen Schlaglöchern rechnen. Unterwegs wechseln wir uns immer wieder mit dem fahren ab, da die schlechten Straßen doch recht viel Konzentration fordern und nach etwa sieben Stunden erreichen wir das Dusk to Dawn Guesthouse. Wir werden lieb von Gudrun empfangen und nach einer kurzen Site Inspection haben wir uns etwas aus dem Deli geholt. Im Dusk to Dawn Farm Guest House wird nur Frühstück angeboten, aber weil es etwas ab vom Schuss ist und die meisten Gäste Abends keine Lust mehr haben noch loszufahren, haben alle Zimmer eine Mikrowelle und die Executive Suites sogar eine kleine Küche. So kann man sich einfach seinen Favoriten aus dem Deli – die Gerichte sind alle von Gudrun selbst gekocht – kaufen und am Abend gemütlich im Zimmer oder auf der Terrasse essen. Für uns geht es nach dem Essen direkt ins Bett, der Tag war wirklich lang.

23.03.2023

Heute heißt es ausschlafen – zumindest ein wenig – um 07:00 Uhr klingelt unser Wecker und nach dem Frühstück machen wir noch einen kleinen Spaziergang über die Farm. Im Anschluss fahren wir weiter nach St. Lucia. St. Lucia ist ein kleines Örtchen am Indischen Ozean und gehört für uns auf jeden Fall zu den schönsten Orten Südafrikas. Zurück auf der Autobahn geht es mit dem Verkehr leider genauso weiter wie es gestern aufgehört hat, viele Schlaglöcher, schlechte Straßen und viele LKWs. Zum Glück wurde das aber nach knappen 1 ½ Stunden besser und gegen Mittag fahren wir über die Brücke und erreichen St. Lucia. Entlang der Hauptstraße sind einige Restaurants und Geschäfte und in den Straßen dahinter liegen die Gästehäuser. Für uns war es nun erstmal Zeit um eine Kleinigkeit zu Mittag zu essen und wir haben uns im Barraca ein schönes Plätzchen gesucht. Nach einem leckeren Sandwich gehen wir noch etwas einkaufen und fahren dann zu unserer Unterkunft für die nächsten drei Nächte, dem Whalesong Guest House. Ich hatte es mir im November bereits bei einer Site Inspection angesehen und habe direkt gemerkt, dass die Besitzer gewechselt haben. Das Gästehaus wird inzwischen von einer jungen Familie geführt und wir werden sehr herzlich empfangen, sodass man sich direkt wohlfühlt. Wir verbringen ein wenig Zeit am Pool und machen uns am späten Nachmittag auf den Weg zum St. Lucia Estuary Boardwalk. Der Holzweg auf Stelzen startet am Ende der Sugar Loaf Road und geht bis zum Sandstrand im Estuary, man läuft neben und unter schönen Mangroven und hat am Strand angekommen einen grandiosen Blick über die Dünen und den Indischen Ozean. Der Weg sollte nur im Hellen gelaufen werden. Auf dem Rückweg schauen wir uns noch die Stände der Straßenverkäufer an, die eine große Auswahl an typisch südafrikanischen Souvenirs anbieten. Für uns war diesmal leider nichts Passendes dabei. Wir haben uns dann auf den Weg zum Ski Boat Club gemacht, welcher auch im St. Lucia Estuary liegt und einen tollen Ausblick auf eine Ausmündung des Lake St. Lucia bietet, dort haben wir bei einem schönen Sonnenuntergang zu Abend gegessen.

24.03.2023

Nach einem leckeren Frühstück auf der Terrasse machen wir uns zu Fuß auf den Weg zur Hauptstraße – der Mckenzie Street. In St. Lucia kann man tagsüber problemlos spazieren gehen. Heute möchten wir in den kleinen Geschäften etwas bummeln. Zurück im Gästehaus haben wir uns entschieden, mit dem Auto zum Ingwe Beach zu fahren, das war uns bei der Wärme dann doch etwas weit zum Laufen. Zurück im Whalesong Guesthouse werden wir um kurz vor 16:00 Uhr von unserem Guide Zayne von Heritage Tours für unseren Sundowner Drive im iSimangaliso Wetland Park abgeholt. Von St. Lucia fährt man über das Bhangazi Gate in den Wetland Park, welcher vier der Big 5 beheimatet, nur der Löwe fehlt. Im Park angekommen fahren wir den ersten Loop und haben Glück, wir haben nach kurzer Zeit ein White Rhino entdeckt. Leider ist es ganz schön weit weg und man kann es nur mit dem Fernglas beobachten. Wir fahren weiter und sehen einige Zebras und Kudus. Im nächsten Loop ist eigentlich ein Wasserloch, durch die starken Regenfälle der letzten Monate ist dies aber soweit übergetreten, dass die Straße komplett weg ist. Unser Guide Zayne sagt nichts und fährt einfach durch, als wäre es das normalste der Welt, dass die Reifen des Autos fast komplett Unterwasser stehen. Auch in den Wetlands sieht man, wie viel es in den letzten Monaten geregnet hat und dass das Wasser nicht mehr im Boden versickern kann. Unseren Sundowner Stopp machen wir bei dem bekannten Aussichtspunkt „Mission Rocks“. Anstatt Gin Tonic gibt es heute Kaffee, denn in die Wetlands und auch ins Estuary darf man keinen Alkohol mitnehmen. Leider haben wir mit dem Sonnenuntergang heute kein Glück und fahren nach kurzer Zeit weiter. An einem Wasserloch beobachten wir eine Familie Hippos beim Baden und warten, dass diese aus dem Wasser kommt. Hippos halten sich am Tag im Wasser auf und kommen dann in der Dämmerung an Land, um zu fressen. Für diese Familie ist es aber noch zu früh und nach einiger Zeit geben wir auf und fahren zurück nach St. Lucia. Unser Guide setzt uns in unserer Unterkunft ab und wir fahren noch einmal los, um etwas zu Essen. Einen Tisch haben wir für heute Abend nicht reserviert und bekommen dann den letzten freien Tisch im John Dory’s – einem Fischrestaurant – wo es für uns beide Hake and Chips gibt. Aus früheren Besuchen in St. Lucia weiß ich, dass abends/nachts häufig die Hippos zum Grasen in die Stadt kommen, also halten wir die Augen auf, aber sehen leider keine Hippos.

25.03.2023

Heute starten wir entspannt in den Tag und haben mit Donnie und Candice, den Besitzern vom Whalesong Guest House, über unsere Tagespläne gesprochen. Wir haben uns gestern Abend dazu entschieden, heute nochmal in den Wetland Park zu fahren und das Cape Vidal zu besuchen. Candice hat uns einen Korb mit Sonnenschirm, Strandtüchern, Fernglas und Schnorchelausrüstung gepackt und wir haben sie noch gebeten uns für den Abend einen Tisch im The Ocean Grill zu reservieren, auch bei Tischreservierungen helfen die Gastgeber immer gerne. Auf dem Weg zum Cape Vidal haben wir die Augen offen gehalten, in der Hoffnung noch einmal ein paar Tiere zu sehen. Dadurch haben wir nochmal unseren eigenen kleinen Game Drive. Wir fahren zwei Loops und sehen einige Zebras und Kudus, aber bei der Hitze haben sich die anderen Tiere wohl alle versteckt. Am Cape Vidal angekommen weht direkt ein ordentlicher Wind, das ist erfahrungsgemäß aber normal. Nachdem wir ein schönes Plätzchen am doch gut besuchten Strand gefunden haben (was wohl dem Wochenende und schönen Wetter geschuldet ist) spazieren wir eine Runde am Wasser entlang. Zum Baden ist es uns doch zu kalt. Nach einem schönen Strandtag machen wir uns am Nachmittag wieder auf den Weg zurück zum Park Ausgang und siehe da, nach dem ersten Berg sehen wir endlich Tiere: eine Herde Elefanten! Die schönen Dickhäuter kommen gerade aus dem dichten Busch geschlendert und es ist toll nach einem Strandtag Elefanten zu beobachten – das gibt es wohl auch nur in Afrika. Zurück in der Unterkunft machen wir uns fertig und fahren zum Abendessen. Das Restaurant ist sehr voll und wir sind froh, einen Tisch reserviert zu haben, um auf der Terrasse sitzen zu können.

26.03.2023

Der heutige Tag startet wieder etwas früher und um 07:30 Uhr genießen wir ein letztes leckeres Frühstück in meinem Lieblingsort St. Lucia. Heute haben wir eine weite Strecke vor uns und um 08:30 Uhr verlassen wir das gemütliche Dorf und machen uns auf den Weg. Es geht weg von der Küste und in die nördlichen Drakensberge, nach Bergville. Wir entscheiden uns den Weg über die Autobahn, über Durban, zu nehmen. Auch wenn das die etwas längere und landschaftlich nicht ganz so reizvolle Strecke ist, geht es über die Autobahn doch deutlich schneller als durchs Inland. Gegen Nachmittag kommen wir in unserer letzten Unterkunft, der Montusi Mountain Lodge, an und checken für die nächsten zwei Nächte ein. Beim Aussteigen merken wir doch einen ganz schönen Temperaturunterschied, denn in den Bergen sind es dann statt über 30 Grad auf einmal unter 20 Grad. Uns war das aber bewusst und zum Glück haben wir eine dicke Jacke im Gepäck. Im südafrikanischen Winter kann es hier sogar schneien und der ist ja gar nicht mehr so lange hin.

27.03.2023

Heute beginnen wir den Tag ganz entspannt mit einem ausgiebigen Frühstück. Das Wetter ist heute Morgen leider nicht ganz so gut und wir überlegen, welche der möglichen Wanderungen wir unternehmen möchten. Die Montusi Mountain Lodge liegt perfekt für Wanderungen und beim Check – In haben wir bereits ein Heft mit möglichen Routen bekommen. Wir entscheiden uns für eine kürzere Wanderung zu einer nahegelegenen Wasserfallhöhle und haben unterwegs einige schöne Ausblicke. Leider konnten wir aufgrund des nicht so guten Wetters, in der Nacht hatte es auch geregnet, nicht bis in die Wasserfallhöhle gehen, da der Weg zu rutschig war. Auf dem Rückweg zur Lodge kam dann doch noch die Sonne raus, sodass wir den Nachmittag auf unserer Terrasse ausklingen lassen und noch einmal etwas Sonne tanken können, bevor es morgen zurück nach Deutschland geht. Von unserer Terrasse aus hatten wir das Glück, die Pferde der Lodge beobachten zu können. Am Abend packen wir unsere Koffer und gehen nach dem Abendessen früh ins Bett.

28.03.2023

Heute klingelt unser Wecker und der letzte Tag unserer Reise bricht an. Nach einem leckeren, letzten Frühstück in Südafrika packen wir unsere Koffer ins Auto und machen uns zuerst auf den Weg nach Harrismith, wo wir noch ein paar Dinge einkaufen, bevor es dann weiter nach Johannesburg zum Flughafen geht. Wir kommen gut durch und erreichen den Flughafen am späten Mittag. Nachdem wir unseren VW T-Cross noch einmal vollgetankt haben, fahren wir zur Fahrzeugrückgabe von BLUU und geben den Mietwagen an einen Mitarbeiter ab. Für den Norden Südafrikas empfiehlt es sich, ein Fahrzeug mit hohem Radstand zu haben, da die Straßenverhältnisse nicht ganz so gut sind. Wir machen uns auf den Weg zu Terminal A, in dem die internationalen Flüge starten und zum Check-In, wir kommen direkt dran. Auch die Sicherheitskontrolle und Ausreise gehen schnell, sodass wir noch genügend Zeit haben, um die letzten fehlenden Souvenirs zu kaufen. Unser Rückflug mit Swiss hebt pünktlich um 19:25 Uhr ab und für uns geht es in Richtung Heimat. Zehn wundervolle Tage in Südafrika sind zu Ende und wir blicken dankbar und glücklich auf die Zeit zurück. Nach einem Umstieg in Zürich erreichen wir den Flughafen Hannover und von dort geht es für uns nach Hause.

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