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Tanja mit Familie in Südafrika

07.08.2012

Es ist endlich soweit. Unsere Reise nach Südafrika beginnt. Unser Flug ab Münster startet pünktlich um 18:55 Uhr. Somit ist wohl der problemlose Weiterflug um 22:15 Uhr mit dem A380 der Lufthansa nach Johannesburg gewährleistet.
Für unsere Kinder ist es das erste Highlight, mit dem sogenannten „Riesenbomber“ fliegen zu können.

08.08.2012

Nach dem angenehmen zehnstündigen Flug kommen wir in Johannesburg an. Es ist ganz schön kalt. Schließlich ist ja gerade Winter.
Durch die Zollkontrolle gehuscht begeben wir uns direkt zu dem Gepäckband.
3 Koffer sind da, aber der Vierte, der von meinem Mann, lässt auf sich warten. Wir werden langsam unruhig, denn wir stellen fest, es sind kaum noch Koffer auf dem Gepäckband. Nachdem schließlich das Gepäckband aufhört zu laufen, wird uns klar, der Koffer ist nicht mitgekommen.
Anschließend suchen wir den nächsten Lufthansaschalter und melden den fehlenden Koffer. Unsere Personalien werden aufgenommen, die fehlende Gepäcknummer und unsere weiteren Aufenthaltsorte in Südafrika werden notiert. Als Entschädigung bekommen wir R1000 von der Airline, die wir an einem gesonderten Schalter abholen müssen. Die Schlange vor diesem Schalter ist so lang, dass wir die Leute bitten, uns vorzulassen, da wir ja noch den Weiterflug nach Kapstadt erreichen müssen.
Wir kommen das erste Mal so richtig ins Schwitzen. Mit den R1000 in der Tasche geht es zum nächsten Terminal, um bei der South African Airways einchecken zu können.
Gepäck ist aufgegeben und weiter geht es nach Kapstadt. Der Anflug auf diese wunderbare Metropole ist einfach traumhaft.
Hier in Kapstadt zumindest bekommen wir unsere 3 Koffer und begeben uns direkt zu unserer Mietwagenstation. Dort nehmen wir unseren schönen hellblauen Toyota Avanza entgegen und starten Richtung Stellenbosch. Nach ca. 40 km erreichen wir Stellenbosch und unser erstes Gästehaus, etwas außerhalb gelegen.
Wir werden dort herzlichst empfangen und können unseren Willkommensdrink auf deren Terrasse schmecken lassen. Anschließend beziehen wir unser Familienzimmer mit zwei getrennten Schlafzimmern.
Kurz einmal frisch gemacht, geht es zum Abendessen und wir genießen unseren ersten Abend in Südafrika.

09.08.2012

Nach einem leckeren Frühstück führt mich die Managerin durch das Gästehaus. Sie zeigt mir die verschiedenen Zimmerkategorien und deren Außenanlage. Ideal auch für Gäste, die gerne wandern. Direkt vom Gästehaus startet ein Wanderweg durch die Weinberge. Von den verschiedenen Zimmern blicke ich in die Weinberge. Einfach traumhaft schön.
Nach der Site Inspection erkundigen wir uns bei Lufthansa bezüglich unserem fehlenden Gepäckstück. Wir haben zuvor in Johannesburg eine Referenznummer bekommen. Mit dieser Nummer können wir im Internet den Stand der Dinge abrufen. Also tun wir das auch. Aber immer noch keinen Erfolg.
Wir beschlossen, shoppen zu gehen. Hemd, Jeans, T-Shirts und Schuhe für meinen Mann stehen auf der Einkaufsliste.
Wir fahren direkt nach Stellenbosch in das Einkaufszentrum. Nach zwei Stunden shoppen bei sehr gutem Wetter haben wir keine Lust mehr. Wir fahren nach Franschoek. Es ist einfach ein kleiner süßer Ort mit Boutiquen, Cafes, und kleinen Restaurants. Wir haben uns ein kleines gemütliches Restaurant gesucht und genießen draußen bei einem Glas Wein die Sonne Südafrikas.Nach dem Essen machen wir uns auf den Heimweg in unser Gästehaus in Stellenbosch. Nach ca. 30 Minuten sind wir dort und unser erster Gang ist natürlich wieder ins Internet. Koffer da? Natürlich nicht, noch nicht einmal ein Hinweis seitens der Airline. Leicht depremiert gehen wir in unser Zimmer und ruhen uns ein wenig aus. Die Laune steigt bei dem gemütlichen Abendessen im Devon Valley.

10.08.2012

Nach dem Frühstück packen wir unsere Koffer ins Auto und machen uns auf den Weg nach Oudtshoorn, dem Juwel der Kleinen Karoo Halbwüste.
Wir fahren entlang der Route 62. Wirklich eine wunderschöne Strecke. Als Zwischenstopp wählen wir Robertson und besuchen die Inhaber des Gubas de Hoek. Die Inhaber kommen aus dem Allgäu und führen ein kleines gemütlich persönlich geführtes Gästehaus. Weiter auf der Route 62 fahren wir direkt nach Oudtshoorn auf eine Straußenfarm. Wir kommen nachmittags gegen 16:30 Uhr dort an und auch dort werden wir freundlichst empfangen. Direkt beziehen wir unser Zimmer und relaxen mit einem Glas Wein auf der Terrasse und sind von dem atemberaubenden Sonnenuntergang fasziniert. Wir blicken in die Weite der Kleinen Karoo Wüste. Einfach traumhaft. Den ganzen Tag über freuen wir uns schon auf das gegrillte Straußenfleisch am Abend. Als Vorspeise gibt es Butternut-Suppe und als Nachspeise gibt es Eis. Allein das gemütliche Zusammensein mit anderen Reisenden aus verschiedenen anderen Ländern ist einfach Klasse.
Die Nacht ist sehr unruhig. Es stürmt und stürmt in der Kleinen Karoo. Aber so stark, dass wir die ganze Nacht nicht schlafen können.

11.08.2012

Es ist soweit. Wir unternehmen eine Straußenfarmführung. Wir machen die Bekanntschaft mit vielen Straußen und dürfen Sie auch füttern. Uns wird das Arbeiten auf einer Farm näher gebracht.
Wir verabschieden uns von Hanlie, der Inhaberin und fahren weiter in den Tsitsikamma National Park, dem größten zusammenhängenden Urwald Südafrikas. Wir fahren über den Quteniqua-Pass Richtung Knysna. Wir passieren George und Wilderness. In Wilderness halten wir an und genießen zum ersten Mal das Meer mit seiner atemberaubenden Brandung.

Anschließend fahren wir weiter über Knysna und Plettenberg Bay in den Tsitsikamma National Park. Es regnet furchtbar. Die schönen Dinge auf der Fahrt können wir gar nicht genießen. Es ist nebelig und schrecklich windig. Wir fahren direkt zu unserer Unterkunft. Eine 8 km lange Schotterstraße führt uns letztendlich zum Ziel.
Wir beziehen unser schönes Chalet. Toll, über zwei Etagen mit Kamin ausgestattet. Es hörte auf zu regnen und wir nutzen diese Zeit um unsere Unterkunft näher anzuschauen. Direkt von der Terrasse aus haben wir einen herrlichen Blick auf den Indischen Ozean.
Abends lassen wir uns das Essen zu unserem Chalet bringen, da im Restaurant leider keine Kinder unter 12 Jahren erlaubt sind.
Wir machen den Kamin an und lassen den Abend ausklingen. Wir erkundigen uns per Internet mal wieder nach unserem Gepäckstück. Vier Tage sind vergangen und immer noch keine Nachricht von unserem Koffer. Wir beschließen am nächsten Tag uns mal telefonisch bei der Lufthansa zu melden.

12.08.2012

Nach mal wieder einer unruhigen stürmischen Nacht haben wir unser Frühstück mit Blick auf den Indischen Ozean genossen und fahren wiederholt im Regen zu unserer nächsten Station, das Amakhala Game Reserve. In der ersten Nacht nächtigten wir in einer Familienlodge und in der zweiten Nacht in einer Safari Lodge. Dieses Reservat liegt ca. 50 km nördlich von Port Elizabeth. Wir erreichen das Gate der Lodge. Freundlich wird uns durch den Pförtner der Weg zu der Lodge beschrieben, aber nicht mitgeteilt, dass man mit unserem PKW diesen Weg bei so viel Regen lieber nicht befahren sollte.
Also wir fahren und fahren. Der Weg wird immer unbefahrbarer und wir sind dann soweit, dass wir nicht mehr umkehren können. Jetzt heißt es wohl: “ Augen zu und durch“. Hochkonzentriert bewältigen wir den Weg und plötzlich müssen wir einem tiefen Loch nach links ausweichen. Durch eine Erhebung neigt sich unser Auto und ist kurz darauf zu kippen. . Jetzt heißt es: “Bloß nicht bewegen, geschweige atmen. Mein Mann setzt vorsichtig den Rückwärtsgang ein und wir stehen dann wieder gerade auf allen vier Rädern. Puhhh das war ganz schön knapp. Nach diesem Schock fahren wir weiter Richtung Lodge und unten an der Lodge angekommen warten schon die Gästebetreuerin und unser Guide. Sie haben unsere Aktion mitbeobachtet und sind heil froh, dass wir angekommen sind. Auf diesen Schreck gibt es erst mal einen Kaffee und für die Kinder eine heiße Schokolade. Koffer in unserer Familienlodge abgestellt, auf geht es zur unseren ersten Pirschfahrt. Dick angezogen, gewärmt von einer Decke, geht es ins Amakhala. Es ist 15:00 Uhr. Wir sind die Einzigen und haben den Ranger für uns allein. Er hält als allererstes an einer Stelle, wo wir den Blick über das gesamte Amakhala Reservat haben.
Sprachlos blicken wir ein paar Minuten in die Ferne. Wir sind hin und weg über dieses Bild der unberührten Natur. Die Stille – einfach grandios.
Wir fahren weiter und machen Bekanntschaften mit einigen Büffeln und Elefanten, die sich gar nicht durch uns stören lassen. Zwischendurch begrüßen uns die Antilopen. Die Kinder sind hell auf begeistert und stellen sofort fest, dass man das alles hier nicht mit einem Zoobesuch bei uns vergleichen kann.

Es ist 17:00 Uhr und die Sonne geht langsam unter. Wir halten an und bewundern den Sonnenuntergang mitten in der Wildnis. Wir machen uns auf den Heimweg zu unserer Lodge. Unser Magen knurrt, wir haben alle Hunger. Man serviert uns ein leckeres 3-Gänge Menü. Wir sind zwischenzeitlich nicht mehr allein in der Lodge. Ein Pärchen aus München, die auf Hochzeitsreise sind, essen mit uns gemeinsam zu Abend.
Dieses heutige Abenteuer lässt uns völlig unser Kofferproblem vergessen.

13.08.2012

Vor dem Frühstück geht es zum Morning Game Drive. Wegen der großen Vorfreude fällt uns das frühe Aufstehen nicht schwer. Diesmal sind wir zu 6 Personen. Wir bekommen von unserem Ranger Wärmflaschen und Decken und los geht es. Diesmal fährt der Ranger in eine andere Richtung. Wir erblicken Zebras, Giraffen und Antilopen. Die Sonne geht langsam auf und diesmal regnet es nicht. Diese Fahrt ist einfach traumhaft. Plötzlich stoppt der Ranger. Er steigt aus und bereitet uns ein gemütliches Picknick mit Muffins, Tee und Kaffee mitten in der Wildnis vor. Mit Kaffee in der linken Hand, Muffin in der Rechten entdecken wir eine Giraffe mitten auf einem Berg, geblendet von der Morgensonne. Ein absolutes geniales Bild. Alle gestärkt fuhren wir weiter.

Nicht nur die großen Tiere laufen uns über den Weg, wir machen auch Bekanntschaft mit ganz vielen Vogelarten. Wir kommen in der Lodge wieder an und verlassen nach dem Frühstück Diese. Wir machen uns auf den Weg zu unserer nächsten Lodge des reservats -der Safari Lodge.
Da uns die Hinfahrt noch so in den Knochen liegt, bitten wir den Ranger, uns mit unserem Auto zurück zum Gate zu fahren. Er kennt ja schließlich den Weg wie seine Westentasche.
Der Ranger bringt uns heil zum Gate. Wir brauchen ca. 6 km dorthin. Dort angekommen, werde ich gleich abgefangen. Meine Familie entdeckt die Lodge und ich habe die Möglichkeit noch andere Amakhala Lodges kennenzulernen.

Wir kommen in unsere Lodge und sind echt baff. Es ist ein feststehendes Zelt mit Außendusche und eigenem Pool. Mal was ganz anderes als die anderen Unterkünfte. Koffer sind abgestellt. Es geht auf zur nächsten Pirschfahrt. Wir erhoffen uns doch endlich die Löwen zu entdecken. Der lustige Ranger fährt mit uns durch das Reservat, aber es gibt keine Löwen zu sehen. Wirklich schade. Es wird Abend und die Sonne geht langsam unter. Je dunkler es wird, desto kälter wird es. Wir decken uns im Geländewagen mit unseren Decken zu. Wir ziehen uns sogar alle die Decken über den Kopf. Aber plötzlich wird es interessant. Wir kommen an einer Elefantenfamilie vorbei. Wir zucken die Kameras und versuchen diese Herde zu fotografieren. Dafür müssen wir ganz nah heranfahren. Wir bleiben stehen und unser Atem stockt. Die Elefantenfamilie kommt direkt auf uns zu. In der Mitte die kleinen Babys. Sie wollen natürlich Ihre Kinder schützen und tun alles, um uns Angst einzujagen. Das schaffen sie aber auch. Alles ist ruhig. Keiner bewegt sich im Geländewagen. Die Elefanten bleiben vor unserem Geländewagen stehen. Wir stehen uns gegenüber Auge in Auge.
5 Minuten Totenstille vergehen, als Sie eine leichte Rechtskurve machen und weitergehen. Puhh, alle atmen auf und wir fahren zurück in die Lodge. Dort angekommen gibt es erst mal Abendessen. Es gibt verschiedene Fleischspezialitäten frisch auf dem Grill zubereitet.

14.08.2012

Wir testen gerade bei 10 Grad Außentemperatur die Außendusche. Einfach ein tolles Erlebnis. Man muss aber schnell duschen, damit alle vier in diesen Genuss kommen können. Man hat nur beschränkte Verfügbarkeit an Wasser in dieser Lodge. Nach dem Frühstück machen wir uns auf nach Knysna, dem Herzstück der Garden Route. Wir haben uns überlegt, einen Zwischenstop im Tsitsikamma, an der Storms River Bridge zu machen. Fotosession ist angesagt. Wir verlassen den Tsitsikamma und sind auf den Weg Richtung Plettenberg Bay, wo wir auch auch noch Bekanntschaft mit der Polizei machen. Zu schnell gefahren? Nein, sie kontrollieren zum Glück nur die internationalen Führerscheine. Sie sind auch für einen kleinen Plausch aufgelegt und weiter geht es nach Knysna. Da freuen wir uns schon die ganze Zeit drauf. Dieses Gästehaus liegt etwas oberhalb, mit Blick auf die Lagune, die nur durch eine Meeresenge mit dem Indischen Ozean verbunden ist. Einfach traumhaft schön. Der Inhaber begrüßt uns herzlichst und zeigt uns seine schönsten Zimmer. Da wir die einzigen Gäste sind, wird extra für uns abends gekocht. Nach dem Essen spielen wir eine Runde Billard und lassen den Tag ausklingen.

15.08.2012

Nach dem herrlichen Frühstück fahren wir zur Waterfront. Denn wir haben eventuell vor, einen Featherbed Ausflug zu unternehmen. Das Featherbed Naturreservat ist nur über eine Fähre zu erreichen. Wir erkundigen uns über die nächste Abfahrt und buchen gleich diesen Turn. Wir haben noch Zeit bis zur Abfahrt, so flanieren wir die Waterfront auf und ab. Um 16h00 Uhr ist Abfahrt und genau 14 Personen sind an Bord. Also verhältnismäßig wenig gegenüber anderen Tagen. Ist nicht schlimm, so ist alles etwas persönlicher, ohne den Massentourismus.
Wir legen an und dort wartet schon ein Trecker mit Wagons. Wir steigen ein und er bringt uns in hoch zu dem westlichen Head. Von der Spitze des Western Heads führt ein 2,2 km langer Weg hinunter zur Küste.
Zwischendurch halten wir an verschiedenen Aussichtsplattformen an um den herrlichen Blick über Knysna und der Lagune zu genießen. Wir machen Bekanntschaft mit ganz vielen im Naturreservat lebende Tiere und Pflanzen.

Das Abendessen genießen wir an der Waterfront. Es gibt leckeren frischen Fisch. Während dessen bekommen wir einen Anruf von der Lufthansa. Wir müssen nochmals den Kofferinhalt schildern, da die Lufthansa in Frankfurt einen verlorenen Koffer aufgefunden hat. Unsere Beschreibungen und der Inhalt in dem Koffer stimmen überein. Daraufhin sagt sie: Wir haben Ihr Gepäck gefunden“. Wir konnten es kaum glauben. Man verspricht uns, den Koffer zu unserer nächsten Unterkunft in Hermanus zu liefern.

16.08.2012

Nach dem liebevollen Frühstück verabschieden wir uns von dem Team des Gästehauses. Nur 2 Minuten entfernt, klingel ich in der Drifters Lodge um ganz spontan eine Site Inspection zu bekommen. Leider nur ein Zimmer wegen Auslastung gesehen, geht es auf nach Hermanus, der “Walhauptstadt“ Südafrikas. Wir fahren wirklich bei sonnigem Wetter aus Knysna los, wir können es nicht glauben. Aber schon während der Fahrt wird das Wetter bedeutend schlechter.
Es fängt zu stürmen an, sodass es echt schwer ist, das Auto unter Kontrolle zu halten. Der Regen hinzu verschlechtert unsere Fahrt extrem. Nach ca. 5 Stunden Fahrzeit erreichen wir unser Gästehaus in Hermanus.

Die Inhaberin nimmt uns in Empfang und zeigt uns die beiden Zimmer. In der Hoffnung, dass unser Koffer schon im Zimmer steht. Leider werden wir wieder enttäuscht. Immer noch kein Koffer in Sicht. Naja denken wir, er kann ja noch kommen. Also beschließen wir durch Hermanus spazieren zu gehen. Das Meer ist sehr unruhig, aber leider haben wir keine Wale gesehen, da die Bootstouren wegen dem Wetter nicht stattfinden. Auch unsere letzte Hoffnung am Abend des vielleicht doch gebrachten Koffers wird uns genommen. Er ist immer noch nicht da. Jetzt werde langsam sehr wütend. Es dauert ja lange, aber jetzt platzte mir der Kragen. Ich habe mir vorgenommen, die nächste Ansprechperson am nächsten Morgen um Punkt 08:00 Uhr zur Schnecke zu machen.
Abends führt man uns in den Weinkeller und wir dürfen uns den Wein zu unserem Abendessen aussuchen. Man kann sich entscheiden, ob man mit anderen Gästen essen möchte oder nur zu Viert. Wir haben uns für ein gemeinsames Abendessen mit Italienern und Spaniern entschieden.

17.08.2012

Es ist 08:00 Uhr. Ich wähle gerade die Nummer der Lufthansa und komme auch sofort durch. Ich lasse gerade meinen ganzen angestauten Frust raus, auch wenn diese Frau am anderen Ende der Leitung vielleicht gar nichts dafür kann. Anschließend sagt Sie mir, dass der Koffer in Kapstadt am Flughafen stehen würde. Es hilft ja nichts, langsam beruhige ich mich wieder und da wir sowieso nach dem Frühstück weiter nach Kapstadt fahren, habe ich mit Ihr vereinbart, dass der Koffer zu unserer nächsten Station, dem Lobster House gebracht wird. „Oh nein“, denke ich,“ hoffentlich klappt es diesmal, zumal wir in 3 Tagen wieder nach Deutschland zurück fliegen sollen.“ Nach dem Frühstück verabschieden wir uns und gehen zu unserem Auto. Wir haben unser Auto erst gar nicht wieder erkannt. Es ist blitzsauber und keine Spur mehr von unserem Amakhalatrip. Ein toller Service von dem Gästehaus.
Auf der Fahrt nach Kapstadt fahren wir über Simons Town mit Besuch der Pinguinkolonie am Boulders Beach und dem Chapmans Peak Drive (der schönsten Küstenstraße der Welt) und machen einen Stopp in Hout Bay, in einem Restaurant direkt am Meer.
Am Nachmittag erreichen wir unser Lobster House in Camps Bay. Monika, unsere Gästebetreuerin empfängt uns herzlichst und nicht nur sie – siehe da, unser Koffer ist doch tatsächlich angekommen. Leider müssen wir unsere erste Nacht in einem anderen Gästehaus in Camps Bay verbringen, da in unserem reservierten Zimmer im Lobster House das Fenster kaputt ist und gerade repariert wird. Auch das ist für uns kein Problem.
Dieses Gästehaus liegt direkt an der Victoria Road und nicht weit vom Strand entfernt. Dort angekommen, werden die Koffer nur in dem Zimmer abgestellt, und es geht direkt an den Strand. Wir erkunden Camps Bay und überlegen schon, wo wir abends essen gehen wollen. Wir entscheiden uns für einen Italiener. Wir haben alle Hunger auf Pizza.

18.08.2012

Nach dem Frühstück, worauf wir etwa eine halbe Stunde warten müssen, fahren wir direkt zum Lobster House. Das Wetter ist einfach traumhaft. Die Sonne strahlt und es gibt keine einzige Wolke am Himmel. Wir beschließen, das gute Wetter zu nutzen um auf den Tafelberg zu fahren. Diese Idee haben aber auch andere Touristen. Nach ½ Stunde anstehen an der Kasse, steigen wir in die Gondel ein und genießen den traumhaften Blick über Kapstadt. Vom Tafelberg aus kann man in allen Richtungen in die Ferne schauen. Nach ca. 3 Stunden und knapp 50 geschossenen Bilder fahren wir wieder runter. Wir haben beschlossen, den Rest des Abends im Lobster House zu verbringen.

19.08.2012

Heute Morgen sind die SA Travel Chefs Oliver und Matthias in Kapstadt gelandet. Wir treffen sie im Lobster und frühstücken gemeinsam.

Wir treffen die Entscheidung zur Waterfront zu fahren und zum Abschluss noch ein wenig shoppen gehen. Nachdem wir von Boutique zu Boutique liefen, müssen wir natürlich auch etwas für die Kids unternehmen. An der Waterfront ist ein sehr schönes Aquarium. Einfach toll für die ganze Familie.
Das Wetter heute ist nicht so prickelnd. Es ist wieder mal stürmisch und regnerisch. Selbst für eine Schifffahrt nach Robben Island ist es wetterbedingt nicht möglich. Wir haben uns entschlossen zurück nach Camps Bay zu fahren, die Koffer zu packen und anschließend mit Oliver und Matthias in den bekannten Hussar Grill in Camps Bay den Abend ausklingen zu lassen.

20.08.2012

Heute ist der letzte Tag angebrochen und langsam herrscht Chaos der Gefühle. Einerseits freut man sich auf Deutschland, andererseits aber ist man traurig, dass unser Urlaub schon zu Ende ist. Wir verabschieden uns nach dem Frühstück und machen uns auf den Weg zum Flughafen. Wir planen noch mehr Zeit ein, wegen der Fahrzeugübergabe, aber dieser Prozess läuft wie am Schnürchen. Wir gehen zum Abflugterminal und checken unser Gepäck ein. Der Rückflug nach Münster via Johannesburg und Frankfurt verläuft reibungslos. Wir landen in Münster mit allen 4 Koffern.
Mit ganz vielen Eindrücken, tollen Erlebnissen, tollen Bekanntschaften, 10 Regentagen (von 12 Urlaubstagen), ca.1400 getätigten Bildern, ca.2500 gefahrenen Kilometern, ca.1000 nervige Sekunden Telefonieren mit dem Gepäckservice der Lufthansa, war das für uns der aufregendste Urlaub, den wir je unternommen haben.

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