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Nadine und Nicole in Namibia und Botswana

Wie in jedem Jahr geht es auch 2019 für mich ins südliche Afrika. Obwohl ich schon viel erleben durfte und auch in Botswana schon viele Regionen kenne, gibt es auch für mich immer wieder Neues zu entdecken. So hat es sich ergeben, dass Nicole, eine Kollegin aus Namibia, und ich uns gemeinsam auf den Weg ins Okavango Delta gemacht haben. Das Ziel der Reise war es nicht nur gemeinsam auf Entdeckungsreise für unsere Kunden zu gehen, sondern auch den namibisch-deutschen Austausch zu fördern sowie das Land in der Regenzeit zu erleben, was für mich eine völlig neue Erfahrung werden sollte.

Mittwoch, 27.11.2019

Am Morgen verlasse ich bei Regen und typischem Novemberwetter Bielefeld um mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen zu fahren. Wie immer ist die Umsteigezeit in Köln knapp, aber dank eines netten Herren, der mir den Koffer die Treppe hochträgt, erreiche ich meinen Anschlusszug und somit pünktlich den Airport. Von hier aus geht es mit Air Namibia direkt nach Windhoek.

Donnerstag, 28.11.2019

Der Flug landet pünktlich am Zielflughafen. Nach einer erstaunlich schnellen Einreiseprozedur kann ich meinen Mietwagen entgegennehmen und los geht es Richtung Windhoek. Mein erstes Ziel ist das Büro unserer Partneragentur. Bei einem Kaffee plaudere ich mit den Kollegen und anschließend mache ich mich auf, um mir ein paar Gästehäuser in der Stadt anzusehen. Zum Mittagessen treffen wir uns wieder, um dann gemeinsam noch weitere Unterkünfte zu besichtigen. Am Abend gebe ich meinen Wagen im Stadtbüro des Mietwagenanbieters zurück. Danach besprechen Nicole und ich unsere gemeinsame Tour und es gibt ein typisch namibisches Braai.

Freitag, 29.11.2019

Früh am Morgen sind wir startklar und machen uns mit dem Auto auf den Weg Richtung Botswana. Unterwegs besuchen wir weitere Lodges, bevor wir am späten Nachmittag kurz vor der botswanischen Grenze einen Stopp für diese Nacht einlegen.

Samstag, 30.11.2019

Wir beginnen diesen Tag mit dem Sonnenaufgang bei einer Wanderung in der Wüste. Während unserer Tour sehen wir Impalas, Warzenschweine und Wasserböcke sowie einige Vögel. Nach einem leckeren Frühstück geht es weiter zur botswanischen Grenze. Die Aus-und Einreiseformalitäten sind schnell erledigt und wir sitzen wieder im Auto auf dem Weg weiter Richtung Maun. Unterwegs erleben wir einige Gewitter und Regenschauer, was wirklich toll ist. Ich habe so etwas während meiner ganzen Reisen ins südliche Afrika noch nicht erlebt. Zum Teil bewegen wir uns auf schwarze Gewitterwände zu. Der Wegrand ist an manchen Stellen mit kleinen Blumen übersäht. Auch die Bäume haben Blätter und strahlen in den unterschiedlichsten Grüntönen. Tiere wie Esel, Ziegen und Kühe grasen neben der Straße. Man hat das Gefühl, die Natur erwacht und freut sich über den Regen.
Nach einem langen Tag erreichen wir am Abend die Safarihauptstadt und unsere Unterkunft direkt am Thamalakane Fluss welcher jedoch ausgetrocknet ist. Auch das habe ich bisher noch nie gesehen, ich kenne diesen Fluss nur mit hohem Wasserstand. Wir checken ein, essen einen leckeren Salat und fallen erschöpft ins Bett.

Sonntag, 01.12.2019

Nach einem Frühstück im Hotel treffen wir unseren Guide Robsen an der Rezeption. Wir nehmen an diesem Tag im offenen Safarifahrzeug Kurs auf das Moremi Game Reserve, welches am Rande des Okavango Deltas liegt. Schon bevor wir in den Park hinein fahren, sehen wir die ersten Tiere: Büffel, Elefanten sowie diverse Antilopen begrüßen uns auf unserem Weg Richtung Norden. Nachdem wir das Eingangstor passiert haben, machen wir einen Halt, um im Schatten zu Mittag zu essen denn es ist schon sehr heiß. Wir durchqueren den kompletten Park, fahren immer wieder durch Pfützen, es scheint in der Nacht geregnet zu haben. Nun erreichen wir das Eingangstour von Xakanaxa im Nordwesten des Reservats, wir passieren dieses und treffen in unserem Cmp ein, welches für die nächsten beiden Nächte unser zu Hause ist. Es ist eine mobile Unterkunft, die aus fünf Zwei-Mann Zelten mit Feldbetten, Licht und einem privatem Buschbadezimmer besteht. Die Toilette wird mit Aschen betrieben und wenn man sich waschen möchte, wird eine Eimerdusche befüllt. Nachdem wir uns eingerichtet haben, starten wir zur Landebahn, wo wir die restlichen Gäste abholen. Auch diese bekommen die Möglichkeit sich einzurichten, bevor wir zur Nachmittagspirschfahrt starten. Bei dieser haben wir die Gelegenheit Elefanten, Zebras, Wasserböcken, Straußen und verschiedenen Vogelarten ganz nah zu kommen. Zum Sonnenuntergang erreichen wir wieder unser Camp und genießen eine Dusche unter dem Sternenhimmel sowie einen Gin Tonic am Lagerfeuer. Anschließend gibt es ein gemeinsames Abendessen. Bei einem Glas Wein und interessanten Gesprächen mit den anderen Reisenden lassen wir den Tag ausklingen.


Montag 02.12.2019

In dieser Nacht sind viele Hyänen aktiv, es ist einiges los, wie wir hören können. Um 5 Uhr morgens mit dem Sonnenaufgang, werden wir geweckt. Ein kurzes Frühstück und wir sitzen wieder im Safarifahrzeug den Tieren auf der Spur. An diesem Morgen warten Hyänen, Elefanten, Warzenschweine und Antilopen auf uns. Während unserer Kaffeepause leisten uns sogar drei Elefanten Gesellschaft. Zurück in unserem „zu Hause“ wie die Guides es nennen, gibt es ein leichtes Mittagessen und anschließend wird Siesta gemacht, denn auch an diesem Tag ist es sehr heiß.
Am Ende der Mittagsruhe gönne ich mir eine Erfrischung unter unserer Eimerdusche sowie einen Kaffee mit Bananenbrot und weiter geht es in den Busch. Während dieser Pirschfahrt fahren wir zu einer permanenten Wasserstelle am Rande des Überschwemmungsgebiets. Wir sehen Nilpferde, Elefanten und Lechwe-Antilopen. Außerdem erleben wir einen wundervollen Sonnenuntergang. Nach Ankunft im Camp gibt es den obligatorischen Gin Tonic und danach ein leckeres Abendessen. Wir sind ganz begeistert, was man in so einer Buschküche alles zaubern kann. Robsen unterrichtet uns in Sternenkunde und wir lauschen einem Tier beim Grasen, leider können wir es jedoch nicht sehen weil es dunkel ist. An diesem Abend benötige ich wegen der Hitze noch eine weitere Dusche, diese erlebe ich erneut unter dem Sternenhimmel. Was gibt es Schöneres?

Dienstag, 03.12.2019

Wie auch den Tag zuvor, beginnt dieser Tag um 5 Uhr morgens mit einem Kaffee, bevor wir zum Game Drive aufbrechen. Heute Morgen ist es recht ruhig: wir sehen Büffel, einige Antilopen, darunter auch Impalas, die derzeit Babys haben, sowie „Seitenstreifen-Schakale“ und einen Honigdachs. Zwei Tierarten, die man nur selten zu Gesicht bekommt. Am Ende der Pirschfahrt werden Nicole und ich zum Airstrip gebracht, denn wir verlassen die Gruppe vorzeitig um nach Khwai zu fliegen. Vielen Dank an das Team Robsen, das uns eine wundervolle Zeit im Busch beschert hat. Für uns heißt es nun „ready for take off“ und schon schweben wir im Buschflieger über das Moremi Game Reserve. Am Ziel angekommen wartet schon unser neuer Guide Bidi, der uns zu unserer heutigen Unterkunft direkt am Khwai Fluss bringt. Hier wird uns ein leichtes Mittagessen serviert. Nach einem Sprung in den Pool, von dem aus man Elefanten sehen kann genießen wir eine Dusche unter freiem Himmel. Anschließend brechen wir auf, denn an diesem Nachmittag stehen zwei Unterkunftsbesichtigungen an. Danach soll es noch eine kurze Pirschfahrt geben. Wir verlassen die letzte Unterkunft und treffen schon nach kurzer Zeit auf eine Hyänenfamilie, die aus drei weiblichen Tieren und fünf Welpen besteht. Die Familie spielt und läuft um unser Auto herum, es ist unglaublich, wir stehen einige Zeit dort und beobachten das Treiben. Als die Hyänen den Platz verlassen, brechen auch wir auf. Nach einer kurzen Fahrt erspäht Bidi etwas im Gras und plötzlich steht ein Leopardenweibchen auf und kommt auf uns zu. Wir können sie einige Zeit beobachten und folgen ihr. Es ist ein wunderschönes Tier. Weiter geht es dem Sonnenuntergang entgegen. Ein Elefant und einige Nilpferde kreuzen noch unseren Weg. Kurz bevor wir die Lodge wieder erreichen, bringt uns unser Guide zu einer Wiese, auf der zuletzt eine Löwin gesehen wurde. Bidi findet sie tatsächlich, sie liegt unter einem Strauch und sie hat zwei junge Babys. Diese sind gerade 2 Wochen alt und können kaum laufen. Wir bekommen eine unglaubliche Show geboten. Eines der Löwenkinder kommt unter dem Baum hervor und fängt an zu spielen und zu gähnen. Selbst unser Guide ist ganz hin und weg. Irgendwann wird es der Löwenmama aber zu bunt, sie packt das Baby im Nacken und bringt es zurück in den „Bau“. Nach diesem unfassbaren Game Drive geht es zurück zu Lodge, wo ein leckeres Abendessen und nette Gespräche mit den Lodgemanagern und anderen Gästen warten.


Mittwoch, 04.12.2019

Heute dürfen wir bis um 5.30 Uhr „ausschlafen“. Es hat die ganze Nacht geregnet und es ist angenehm kühl. Meine namibische Kollegin liebt diese Zeit im Jahr wenn es regnet und die Luft nach dem Regen so schön klar ist. Auch ich muss zugeben, dass mir diese Zeit immer besser gefällt.
Um 6 Uhr gibt es Frühstück und im Anschluss daran geht es im Safarifahrzeug weiter durch den Busch. Dieser Tag geht genau so weiter wie der gestrige geendet hat. Wir sehen noch eine Löwin, die für uns eine Show abzieht und nach den anderen Löwen „ruft“. Wir beobachten sie eine Weile, bis wir von einem anderen Guide erfahren, dass er die Wildhunde ein Stück weiter gesehen hat. Wir machen uns auf den Weg und nach einer längeren Suche, finden wir ein Tier. Der Hund hat gerade ein Impalababy gerissen. Als er sich satt gefressen hat, holt er den Rest des Rudels und die fünf Hunde, die angeschossen kommen, streiten sich um die Reste. Nun zieht sich jeder mit dem, was er errungen hat, zurück. Auch diesen Spezies sehen wir eine Weile zu, bis alle Tiere schlafend ins Gras fallen.
Für uns heißt es nun, Abschied von Khwai zu nehmen. Auf dem Weg zum Flughafen besichtigen wir noch eine weitere Lodge. Wir erreichen die Landebahn und schon kommt unser Buschflieger. Dieses Mal ist es eine kleine Cessna. Der Pilot erklärt mich zum Co-Piloten und schon sitze ich neben ihm und wir schweben über das Okavango Delta. Es ist so toll, ich liebe das Fliegen und in der Cessna vorne zu sitzen ist für mich das Größte. Es ist ein toller Flug, mit vielen Wolken, Luftlöchern, Regen und wundervollen Ausblicken. Ich bin begeistert! Nach etwa 45 Minuten erreichen wir unser nächstes Ziel, den Seronga Airstrip. Hier werden wir bereits von unserem Fahrer, der uns in die 2,5 Stunden entfernte Lodge bringt, erwartet. In der Lodge angekommen, genießen wir gemeinsam mit ihm ein Mittagessen. Anschließend können uns noch schnell frisch machen, bevor wir erneut zu einer Pirschfahrt starten. Wir sehen vier männliche Löwen, von denen drei lustig hintereinander liegen und schlafen. Einer davon schnarcht sogar ziemlich laut. Des Weiteren sehen wir „Millionen“ an Warzenschweinen und noch drei weibliche Löwen mit Babys, die aber schon größer sind als die vom Tag zuvor. Die Mamas haben sie leider auch recht gut im Busch versteckt, so dass wir die Tiere nur erahnen können. Zurück in der Lodge gibt es für alle Gäste ein gemeinsames Abendessen, nach dem wir müde zu Bett gehen.


Donnerstag, 05.12.2019

An diesem Tag dürfen wir noch eine halbe Stunde länger schlafen als den Tag zuvor, um 6 Uhr werden wir geweckt und um 6.30 Uhr gibt es Frühstück. Weil unser Weiterflug schon um 10.10 Uhr startet und wir auch an diesem Tag die lange Strecke zurücklegen müssen, starten wir um 7 Uhr an der Lodge und dehnen die Fahrt mit ein paar Loops aus, um eventuell noch weitere Tiere zu finden. Doch leider haben wir an diesem Morgen kein Glück. Von Seronga aus geht es heute mit einem Caravan, leider nicht wieder mit der kleinen Cessna, zum nächsten Camp. Unterwegs landen wir dreimal, bei den Stopps steigen immer wieder Leute ein und aus. Es macht Spaß mit dem kleinen Flugzeug immer wieder auf den Pisten zu landen und zu starten. Mit der Cessna von gestern wäre es schöner gewesen, aber auch der Caravan gefällt mir. Er ist viel moderner und auch größer als die Cessna.
Pünktlich zum Mittagessen erreichen wir unser heutiges Ziel. Nach einer Einweisung und einer Führung durch die Lodge dürfen wir uns an diesem Nachmittag für 2 Stunden auf die Terrasse setzen und den Ausblick genießen.
Im Anschluss an die Mittagspause gibt es wie jeden Tag Kaffee und danach wird zur Pirschfahrt gestartet. Mit uns unterwegs ist noch ein US-amerikanisches Pärchen. Zuerst sichten wir einen Elefant und dann einen alten männlichen Löwen, der aussieht als hätte er einen schlimmen Kampf hinter sich. Des Weiteren sehen wir sehr einige Marabus, Impalascharen mit vielen Babys und eine Büffelherde. An diesem Tag haben wir zum ersten Mal während einer Pirschfahrt Zeit für einen Sundowner Drink. Während eines dramatischen Sonnenuntergangs, den man dank der vielen Wolken so nur in der Regenzeit sehen kann, genießen wir den obligatorischen Gin Tonic.
Auf dem Weg zurück zur Lodge ist es schon dunkel. Mit einer Lampe erspäht unser Fährtenleser eine Löwin. Doch es ist nicht nur eine, nach und nach sind im Kegel der trüben Taschenlampe mehr und mehr Löwinnen zu erkennen. Unglaublich, 12 Löwinnen ziehen durch die Nacht auf der Suche nach Beute. Wieder etwas, was ich noch nie gesehen habe. Es ist sehr mystisch und auch furchteinflößend, ein solches Rudel bei Dunkelheit zu sehen. Geflasht von diesem Erlebnis geht es quatschend zurück zur Lodge. Nach einem lustigen Abendessen gehen wir zufrieden und überwältigt von den Geschehnissen ins Bett.

Freitag, 06.12.2019

Der „Wake-up Call“ erfreut uns heute wieder um 5 Uhr, was aber nicht weiter schlimm ist, denn es gibt frischen Kaffee, der uns direkt ins Zelt gebracht wird. Eine halbe Stunde später treffen sich alle zum gemeinsamen Frühstück im Hauptgebäude und eine weitere halbe Stunde später starten wir in den Busch. Schon nach kurzer Zeit stoßen wir auf das Löwenrudel von gestern, welches noch größer geworden ist. Es sind vier Babys hinzugekommen, diese spielen und tollen mit den erwachsenen Löwen umher, bis sich schließlich alle auf einem Hügel unter einem Baum niederlassen und schlafen.
Für uns heißt es nun Abschied von diesen Tieren zu nehmen. Weiter geht die Fahrt, auf der Suche nach weiteren Spezies. Wir sehen einige Halbmondantilopen und ein Wildhundrudel, welches ein solches gerissen hat. Sie liegen voll gefressen und müde unter Bäumen und die Geier warten schon einige Meter entfernt, um die Überreste der Antilope verspeisen zu können.

Nach diesen tollen Erlebnissen bringt uns der Guide zum Airstrip, wo wir von einem Caravan abgeholt und nonstop zum nächsten Camp geflogen werden. Nach der Landung dauert es noch weitere 45 Minuten bis wir die Lodge zusammen mit unserem Fahrer Mr. G erreichen. Nach einer Unterkunftsbesichtigung und einem schnellen Mittagessen haben wir eine Stunde Zeit, um die Aussicht vom Chalet bei einem Kaffee sowie die wundervolle Außendusche zu genießen. Im Anschluss daran fährt uns Mr. G zum Helikopterlandeplatz, denn nun erwartet uns ein Flug über das Okavango Delta. Voller Vorfreude warten wir auf den Heli, der ohne Türen vor uns landet. Nach einer kurzen Besprechung setzen wir die Kopfhörer auf und schon starten wir in die Lüfte. Es ist unglaublich, wir fliegen in einer Höhe von 120 Metern über dem Boden. Wir kreisen über einen Hippopool, erspähen ein Krododil im Wasser und sehen außerdem eine Elefantenherde sowie mehrere Giraffen. Das, was wir hier gerade erleben dürfen, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Das einzige Wort, was dieses Erlebnis in bisschen ausdrücken kann, ist AMAZING!!

Vom Landeplatz aus bringt uns Mr. G zu unserem Guide Moss und der Gruppe für die Pirschfahrt. Noch voller Adrenalin sitzen wir schnatternd in der hinteren Reihe des Autos, bis wir zwei männliche Löwen entdecken. Hier bleiben wir eine Weile stehen und schauen den müden Tieren zu. Weiter geht die Fahrt, um einen Platz für einen Sundowner Drink zu finden. Doch wir treffen nun auf ein Wildhundrudel, welches aus etwa 25 Tieren besteht und auf der Jagd ist. Wir beobachten das Spektakel und folgen den Hunden. Diese sind leider nicht erfolgreich und die verfolgte Antilope kann flüchten. Als Trostpflaster erlegen sie Fische, was wir jedoch aufgrund des dichten Grases nicht sehen sondern nur hören können. Nun wird es doch Zeit für den obligatorischen Gin Tonic und anschließend geht es zum Abendessen zurück zur Lodge. An einem großen Tisch treffen sich alle Gäste und auch ein Teil des Personals. Mit Moss habe ich einen sehr netten Tischnachbarn und Gesprächspartner, er erzählt spannend über das Leben und seine Familie in Botswana.



Samstag, 07.12.2019

Ein letztes Mal werden wir um 5 Uhr geweckt, es ist angenehm kühl, denn es hat die ganze Nacht geregnet. Wir unternehmen heute eine Mokkoro Tour. Langsam und friedlich gleiten wir durch einen der letzten permanenten Känale des Deltas, es muss dringend regnen, denn der Wasserstand ist sehr tief. Die Guides erzählen einiges über Frösche, kleine Tiere und das Okösystem des Deltas. Nach 45 Minuten sind wir zurück und wir starten zum letzten Game Drive. Wir sichten an diesem Morgen wieder das Wildhundrudel, ansonsten ist es sehr ruhig, denn es beginnt wieder zu regnen. Um uns aufzuwärmen, serviert uns der Guide Kaffee und Tee. Danach heißt es für uns auch schon auf Wiedersehen, denn Mr. G erwartet uns, um uns zurück zur Landebahn zu bringen. Von hier aus starten wir zum finalen Flug im Caravan, denn es geht Richtung Maun zurück. Mit mehreren Zwischenlandungen erreichen wir schließlich die Safarihauptstadt zur Mittagszeit. Wir werden zurück zu unserem Ausgangshotel gebracht, wo unser Auto steht. Hier lassen wir uns einen Salat schmecken und starten zurück Richtung Windhoek. Am Abend erreichen wir müde unsere Lodge bei Ghanzi. Nach einer Besichtigung und einem leichten Abendessen bei einem Glas Wein fallen wir sehr müde ins Bett.

Sonntag, 08.12.2019

An diesem Morgen wachen wir von alleine sehr früh auf, wir sind die ersten beim Frühstück und sitzen dann auch schnell im Auto auf dem Weg zur Grenze. Wie schon bei der Hinreise sind auch dieses Mal die Grenzformalitäten schnell erledigt. In Namibia angekommen, tanken wir noch einmal, besorgen uns einen Kaffee und weiter geht es Richtung Hauptstadt, die wir schließlich am Nachmittag erreichen. Hier angekommen machen wir erst einmal einen Spaziergang, das viele Sitzen hat uns träge gemacht. Denn wie heißt es hier so schön: In Afrika rennt nur das Essen….
Unsere gemeinsame Tour lassen Nicole und ich bei einem letzten gemeinsamen Braai ausklingen.

Montag, 09.12.2019

Ein gemeinsames Frühstück und nun heißt es für mich auch schon Abschied nehmen, da mein Flug mit Air Namibia gestrichen wurde, muss ich schon mittags los. Ein Fahrer holt mich ab und bringt mich zum internationalen Flughafen. Von hier aus geht es über Johannesburg zurück nach Frankfurt.

Dienstag, 10.12.2019

Pünktlich um 5.30 Uhr erreiche ich Frankfurt. Ich nehme meinen Koffer vom Band und schon stehe ich am zugigen Bahnhof. Ist das kalt hier. Aber mit der Sonne im Herzen, wird mir schnell wieder warm. Der Zug ist pünktlich und schon bin ich auf dem Weg zurück nach Bielefeld, wo nun eine wunderschöne Reise für mich zu Ende geht.

Fazit

Botswana ist immer wieder eine Reise wert, nicht nur, dass die Landschaft einzigartig ist, auch die Menschen sind es. Außerdem hat es die Regenzeit mir jetzt besonders angetan: es fühlt sich an, als ob die Natur nach einem Schlaf erwacht, denn wenn es plötzlich regnet, sprießt die Natur sofort, es wird alles grün, die Blumen beginnen zu blühen und die Tierbabys kommen zur Welt. Man hat das Gefühl die Tiere und auch die Menschen beginnen zu tanzen.
Bis auf die letzten beiden Jahre machen wir uns hier in Deutschland wenig Sorgen um den Regen, es wird eher noch gejammert wenn es zu viel regnet. Die Lebewesen in Afrika warten sehnsüchtig auf diesen, denn er ist lebensnotwendig. Ich habe mich viel über dieses Thema mit Nicole ausgetauscht und den Regen hier auch richtig lieben gelernt und genauso sehnsüchtig darauf gewartet wie meine Kollegin und die Einheimischen. Ich mag jedoch auch immer noch die Sonne und Wärme, über die sich die Afrikaner täglich beschwert haben, was für mich sehr lustig war, denn im Prinzip sind sie die Hitze gewöhnt und ich nicht. Wunderschön ist es, wenn es heiß ist und man sieht, wie sich die Wolken im Himmel formen und man dramatische Sonnenuntergänge erleben kann. Nachts liegt man im Zeltchalet und hört den Regen prasseln und wenn man aufsteht ist es wunderbar kühl und klar. Für mich persönlich hat diese Zeit sehr viel an Wert gewonnen, zum einen wegen der genannten Punkte und zum anderen, weil wir viele Tiere gesehen haben, wenig los war und es auch noch die preiswerteste Reisezeit ist.

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