Birgit an der Garden Route
17.11.2025
Am Montag geht es endlich los, mit dem Auto fahren wir nach Frankfurt zum Flughafen. Ich setze meine Mitreisenden inklusive Gepäck (wir sind 4 Erwachsene und ein Kleinkind) am Flughafen ab und bringe das Auto zu einem Flughafenparkplatz. Ich werde dann selbst mit einem Shuttle zum Terminal gefahren. Im Nu sind wir durch die Sicherheit- und Passkontrolle und warten auf das Boarding. Der Flieger musste enteist werden und eine Maschine dafür war defekt, sodass erst der eine Flügel und dann der andere dran war, wir sind mit einer Stunde Verspätung gestartet. Die Nacht ist ruhig und der Service ist gut.
18.11.2025
In Kapstadt angekommen geht es mit etwas Wartezeit durch die Immigration und anschließend sammeln wir unsere Koffer ein und begeben uns zur Autovermietung. Wir haben einen Hyundai Staria gebucht, da wir Sorge hatten, dass zwei Personen plus Kind im Kindersitz auf der Rückbank etwas zu eng sein könnte. Die Abwicklung ist schnell und wir starten nun in unser Abenteuer. Zuerst geht es in die Unterkunft, es erfolgt der Check In und wir gönnen uns eine schnelle Dusche bevor wir zu unserem ersten Highlight, dem Bo-Kaap Viertel mit seinen bunten Häusern, fahren. Weiter geht es zur Waterfront wo wir in einem Restaurant Abendessen und noch etwas Snacks und Getränke für die nächsten Tage im Supermarkt besorgen.
19.11.2025
Gegen halb 10 starten wir unsere Tagestour zum Kap der Guten Hoffnung. Unser erster Stopp ist Muizenberg mit seinen bunten Strandhäuschen, weiter geht es nach Kalk Bay, hier bummeln wir etwas und genießen einen Kaffee. Das nächste Highlight lässt nicht lange auf sich warten, der Boulders Beach mit seinen Pinguinen. Darauf erreichen wir dann unser finales Ziel, das Kap. Erst machen wir uns auf den Weg zum Leuchtturm, wir nehmen den Fußweg und nicht die Seilganh, dann gehen wir zum Diaz Beach und als wir am Kap ankommen, ist es schon 17h30 und es ist nur noch sehr wenig los. Wir machen schnell ein Foto und machen uns über den Chapsman`s Peak Drive auf den Heimweg. Das Routing haben wir bewusst so gewählt, da wir so einen traumhaften Sonnenuntergang über der Küste erleben. Leider bringt die tiefstehende Sonne auch ihre Herausforderung mit sich, sodass wir bei sehr schwierigen Sichtverhältnissen etwas zu weit links fahren und uns direkt einen platten Reifen einfangen. Zum Glück gibt es viele Haltemöglichkeiten, so dass wir direkt stoppen können. Bevor wir alle ausgestiegen sind, stehen schon zwei Männer an unserem Auto die uns ihre Hilfe anbieten. In kürzester Zeit ist unser Reifen gewechselt und wir fahren weiter. In Camps Bay essen wir noch zu Abend und dann geht es im dunklen zurück zur Unterkunft.
20.11.2025
Schon um 10 Uhr haben wir einen Termin an der Waterfront, es wartet ein Heli Flug auf uns. Wir haben die Hopper Tour gebucht. Auch hier erfolgt schnell ein Check In und wir werden gewogen, dann geht es auch direkt los und wir sitzen im Hubschrauber. Auch heute ist es sehr windig, hier und da merken wir es während des Fluges auch. Der Ausblick ist fantastisch und alle steigen mit einem glücklichen lächeln aus. Wir verbringen den Tag an der Waterfront und kümmern uns dann um einen neuen Reifen bei Europcar. Auch hier ein professioneller Umgang und eine schnelle Abwicklung. Statt eines neuen Reifens bekommen wir dann einfach einen anderen Wagen. Unser neuer Staria hat auch getönte Scheiben, was sich später auf unserer Tour noch als Vorteilhaft erweisen wird, wir sind happy. Am frühen Abend geht es ins Restaurant nach Camps Bay und wir genießen hier einen weiteren traumhaften Sonnenuntergang.
21.11.2025
Gemütlich nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Green Market um ein paar Souvenirs zu kaufen. Nach einem kurzen Stopp fahren wir zum Botanischen Garten nach Kirstenbosch. Ich liebe es in der Natur zu sein und der Park ist so wundervoll angelegt. Wir verbringen hier einige ruhige Stunden. Auf dieser Seite kommt es mir sehr windstill vor und als ich online die Seilbahn vom Tafelberg überprüfe, sehe ich, dass offensichtlich die Seilbahn zum Tafelberg fährt. Seit unserer Ankunft in Kapstadt ist es so windig, dass bisher das Cable Car immer geschlossen war. Wir ergreifen schnell die Chance und fahren direkt zum Tafelberg. Die Schlange ist nicht lang und wir sind in wenigen Minuten auf dem Berg. Ich war schon so oft auf dem Berg, es ist aber immer wieder besonderes und die Aussicht ist einfach atemberaubend. Gut durchgepustet geht es mit der Bahn wieder runter und wir gehen in der Tamboerskloof etwas essen.
22.11.2025
Byebye Kapstadt, es war so schön hier aber nun geht für uns die Mietwagenrundreise los. Unsere Übernachtungsstation heute ist Hermanus, wir fahren über die R44, was für mich die schönste Küstenstraße des Landes ist. Immer wieder gibt es neue wunderschöne Aussichtspunkte über den Atlantik. In Bettys Bay machen wir eine Pause. Gegen Mittag treffen wir in unserer neuen Unterkunft ein. Da die Wale leider nicht mehr vor der Küste sind und auch weil es durch den Wind keine Bootstouren gibt, verbringen wir ein paar ruhige Stunden am Pool. Gegen späten Nachmittag gehen wir über den Cliff Path in das Zentrum von Hermanus, hier gibt es unzählige Shops und auch viele Restaurants.
23.11.2025
Nach nur einer Übernachtung verlassen wir Hermanus schon wieder, unser nächstes Ziel ist das Parkes Manor in Knysna. Wir nehmen einen Umweg in Kauf und fahren über das Cape Aghulas, dem südlichsten Punkt Afrikas. Wir kommen erst am frühen Abend in Knynsa an und sind froh, dass wir in der Unterkunft zu Abend essen.
24.11.2025
Den Morgen beginnen wir mit einem gemütlichen Frühstück. Danach geht es in Richtung Plettenberg Bay hier liegt die Halbinsel Robberg Nature Reserve mit dem gleichnamigen Naturschutzgebiet. Direkt am Parkplatz beginnen drei Rundwanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, wir entscheiden uns für den einfachsten und kürzesten Rundwanderweg: The Gap mit 2,1 km und ca. 45 Minuten. Während der Wanderung finden wir in den Felsen kleine Höhlen, in denen sollen vor 120.000 Jahren schon Steinzeitmenschen gelebt haben. Es gibt nicht viele Wanderungen, die in so kurzer Zeit so viele unterschiedliche und wunderschöne Ausblicke bieten. Wir fahren zurück ins Parkes Manor, gönnen uns eine Abkühlung im Pool, bevor es abends zur Waterfront zum Essen geht.
25.11.2025
Nach dem Frühstück gehen wir zu Fuß nach Theesen Island, hier haben wir für mittags eine Bootstour auf der Lagune gebucht. Nach unserer Bootstour gehen wir noch etwas bummeln. Am Abend lassen wir uns im Parkes Manor mit einem köstlichen Dinner verwöhnen.
26.11.2025
Wir gönnen uns ein letztes gemütliches Frühstück, bevor es für uns weiter entlang der Küste geht. Auf der Fahrt halten wir am Natures Valley an. Dieser Ort ist so besonderes und wunderschön, die Gischt des Meeres liegt in der Luft und verzaubert den Strand in einen mystischen Ort. Dann geht es weiter zu den Hängebrücken am Tsitsikamma Nationalpark. Hier ist recht viel los und leider ist auch die letzte Brücke gesperrt, so dass wir denselben Weg wieder zurücknehmen. Der Big Tree stand auch auf unserer Liste, da es aber schon recht spät ist, lassen wir diesen Stopp weg. Am später Nachmittag treffen wir in Jeffreys Bay ein und gehen noch schnell zum Kitchen Windows zum Abendessen.
27.11.2025
Heute wartet ein ganz entspannter Tag auf uns, wir schlafen lange, frühstücken gemütlich und gehen etwas in Jeffreys Bay bummeln. Den Nachmittag nutzen wir für einen ausgedehnten Strandspaziergang. Mit vielen Muscheln im Gepäck kehren wir zurück zur Unterkunft. Am Abend gehen wir Essen. Bei Dunkelheit sehen wir die hellen Lichter der Fischerboote auf dem Meer, unseren Kellner fragen wir danach, er erklärt uns, dass die Fischer das helle Licht nutzen um die Kalamare anzulocken.
28.11.2025
Nach dem Frühstück geht es weiter Richtung Addo, unser Ziel ist die Kuzuko Lodge, die etwas außerhalb liegt. Der letzte Wegabschnitt führt uns über eine Schotterpiste, auf der wir sehr langsam vorankommen. Aber am Mittag erreichen wir schon die Rezeption der Lodge. Es erfolgt der Check In und dann werden wir von unserem Guide Shaun abgeholt, der uns samt Gepäck mit einem Safarifahrzeug zur Lodge fährt. Wir bekommen auf der Fahrt schon einen kleinen Eindruck von der Schönheit des Reservats. Nach einem kurzen Lunch geht es dann auf unsere erste Safari: Wir fahren an Büffeln, Kudu und Giraffen vorbei, leider wird der Himmel in der Zwischenzeit immer dunkler und es dauert nicht lange bis es zu regnen beginnt. Wir sind alle noch happy und wollen weiterfahren, leider wird das Wetter immer schlechter und unser Guide tritt doch den Rückweg an. Klitsch nass treffen wir dann wieder bei der Lodge ein. Jetzt schnell aufs Chalet zum umziehen und dann erwartet uns wieder ein köstliches Dinner.
29.11.2025
Früh am Morgen findet der Wake Up Call statt, unser Weckservice. Schnell ein Kaffee und dann sitzen wir um halb sechs auf unserem Safaritruck. Shaun erzählt uns noch, dass der Regen gestern sehr außergewöhnlich war, es ist verrückt aber der Landschaft sieht man es direkt an, die Büsche und Gräser erfreuen sich heute einem satten Grün. Generll ist es sehr erstaunlich wie die Landschaft sich hier verhält. Kürzlich wurde von Farmern weiteres Land abgekauft wo in den vergangen Jahren Viehwirtschaft betrieben wurde, so dass diese Flächen noch heute deutliche Spuren von der einseitigen Nutzung aufweisen. Nach dem Lunch wartet die nächste Safari auf uns, heute haben wir mehr Glück mit dem Wetter, wir sehen die Löwen und auch die Geparden zeigen sich. Zum Sonnenuntergang machen wir eine Pause und nehmen einen Drink. Anschließend geht es noch etwas durchs Reservat, bevor es dann das Abendessen in der Lodge gibt.
30.11.2025
Erneut werden wir früh aus den Federn geworfen, um die Tiere bei der nächsten Safari zu sehen. Wir sind schon auf dem Rückweg zur Lodge und eigentlich halten wir noch Ausschau nach den Elefanten, wo uns Plötzlich die Rhinos über den Weg laufen. Wir sind super happy, die Safaris waren ein voller Erfolg und unser Guide Shaun hat uns so viel über Tiere, Landschaft und Menschen erklärt, wirklich super. Zurück in der Lodge wartet noch ein leckeres Frühstück, bevor es mit unserem Guide wieder zum Auto an der Rezeption geht. Schnell noch die Koffer ins Auto und dann geht es über ziemlich viel Schotter in Richtung Oudtshoorn, nach ca. 80km haben wir es geschafft und erreichen die Teerstraße, schon beim ersten Beschleunigen merken wir, dass mit unserem Auto etwas nicht stimmt. Bei der Kontrolle stellen wir fest: schon wieder ein platter Reifen… wir nehmen es mit Fassung, wir sind ja bereits erprobt und machen uns direkt ans Werk, dann das böse Erwachen: Unser Werkzeug passt nicht zu den Radmuttern. Wir hängen uns ans Handy und rufen die Notrufnummer von Europcar an, wir schildern unser Problem und werden vorerst in die Warteschleife gelegt. Glücklicherweise hält ein Sprinter neben uns und bieten Hilfe an. Eine südafrikanische Familie, die gerade vom Racing auf dem Weg nach Hause ist, einer der Männer öffnet seinen Sprinter, der ganze Wagen voller Werkzeug, inklusive Wagenheber und Schlagschrauber, in weniger als 5 Minuten ist unser Reifen gewechselt. Die Männer drücken uns noch kaltes Wasser in die Hand und verschwinden so schnell wie sie gekommen sind. So viele glückliche Zufälle und so viel Hilfsbereitschaft; Ich bin sprachlos… Nachmittags treffen wir in unsere Lodge ein, checken ein und besuchen die Straußen. Am Abend wir uns ein köstliches Straußensteak serviert.
01.12.2025
Nach einer Übernachtung geht es schon wieder weiter, unsere Nächste Station ist Robertson. Aber vorerst besuchen wir noch die Tropfsteinhöhlen, ein weiteres Highlight für Outdshoorn. Die Cango Caves gehören zu den größten und ausgedehntesten Tropfsteinhöhlensystemen der Welt. Wir nehmen an der klassischen Tour teil, diese dauert etwa 60 Minuten und führt in die ersten sechs Abschnitte. Die Höhlen sind eindrucksvoll und wunderschön. Ich bin überrascht, ich hatte es viel kälter erwartet. Unsere heutige Etappe führt uns über die Route 62, die für atemberaubenden Berge und faszinierende Halbwüstenlandschaft, die Kleine Karoo bekannt ist. Den Nachmittag lassen wir am Pool ausklingen; für abends hat unser Herbergsvater ein Restaurant empfehlen, zu Fuß machen wir uns auf den Weg, nach dem Essen lassen wir uns ein Taxi rufen, welches uns zurück zur Unterkunft bringt.
02.12.2025
Nach nur einer Nacht kehren wir Robertson den Rücken zu, es geht an die Westküste nach Langebaan. Unser geplanter Stopp am Paarl Rock lassen wir ausfallen, da auch hier die letzten Meter über eine Schotterpiste führen und wir uns ohne Ersatzrad dabei nicht so sicher fühlen. Unsere Unterkunft liegt am Calypso Beach, einem kleinen, privaten Strandabschnitt. Nachmittags gehen wir am Strand spazieren, von dort geht es direkt zum Abendessen und zurück mit den Füßen im Meer in die Unterkunft.
03.12.2025
Unseren Vormittag verbringen wir in der Langebaan Mall; ein paar letzte Andenken und Geschenke für die Daheimgeblieben kaufen, dann geht es in den West Coast Nationalpark, in unserem Fall direkt an die Lagune. Der West Coast Nationalpark ist 360 Quadratkilometer groß und grenzt über 30 Kilometer an den Atlantik. Hier an der Westküste ist es deutlich kühler, wir haben zwar noch wunderschönes sonniges Wetter aber die Temperaturen liegen nur bei 24 Grad und mit dem scharfen Wind der Küste, fühlt es sich deutlich kühler an. Wir verweilen einige Stunden an der Lagune und genießen die Ruhe und die Natur. Abends sind wir dann bei Spur zum Essen, eine Steakhouse-Kette in Südafrika, die wir bisher noch gar nicht kennen gelernt haben. Für Familien absolut toll, denn es gibt einen betreuten Spielebereich für Kids.
04.12.2025
Heute ist der letzte Tag unserer Reise, am Abend geht es mit der Condor wieder nach Hause. Bevor wir auschecken, unternehmen wir noch einen letzten Strandspaziergang. Dann werden final die Koffer gepackt, leider sind wir auf dem Rückweg etwas voller und laut Kofferwaage liegen wir etwas über den erlaubten 20KG. Auf unserem Weg Richtung Flughafen halten wir in Big Bay und noch einmal etwas weiter unten am Bloubergstrand, von hier haben wir den bekannten „postenkartenblick“ auf den Tafelberg mit dem Atlantik davor. Das ist der perfekte Abschluss einer perfekten Reise.
































