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Birgit in Südafrika

am 28.10.2013 ging es mittags mit dem Rail and Fly nach Frankfurt. Trotz Orkan am Morgen konnten wir zeitig nach London starten. Da wir doch etwas Verspätung haben, ist der Umstieg eine kleine Herausforderung. Mit viel Hetze schaffen wir es aber doch zeitig zum Gate. Nach einer ruhigen Nacht landen wir pünktlich in Johannesburg. Gespannt warten wir am Kofferband, ob auch unser Gepäck es in London geschafft hat, dann die Erleichterung: beide Koffer rollen übers Band. Nun folgen wir der Beschilderung bis zur Rental Station, wir erledigen schnell den Papierkram und nehmen unseren Wagen entgegen.

Tag 1 bis 3

Wir fahren Richtung Norden zum Entabeni Wildreservat, wo wir die ersten zwei Nächte verbringen. Die Begrüßung war herzlich und kurz, denn es geht direkt auf unser Geländefahrzeug zur Pirschfahrt. Die ersten Tiere entschädigen gleich für alle Strapazen der langen Anreise. Wir sehen viele Giraffen, Zebras und sogar Löwen. Es ist ein heißer Tag; daher braut sich schnell ein ordentliches Gewitter zusammen, und wir müssen die Pirschfahrt beenden.
Am nächsten Morgen ist alles wie vergessen, unser Guide weckt uns bereits um 5 Uhr zum mornig game drive. Nach einer Tasse Kaffee und einen paar Keksen starten wir erneut um die Tiere zu beobachten. Wir bleiben noch eine weitere Nacht bevor wir uns auf dem Weg ins Karongwe Reservat bei Hoespruit machen.

Tag 3 bis 5

Ähnlich wie im Entabeni haben wir ein Package mit Verpflegung und Aktivitäten.
Nach Ankunft im Chisomo Camp ziehen wir in unsere Zelt Suite und gönnen uns eine kleine Pause, der erste Sundowner Game Drive findet also ohne uns statt. Nach einer Dusche und mit knurrendem Magen geht es zum Abendessen. Als wir die Boma, den Grillplatz, erreichen, kündigt sich mit viel Wind schon der nächste Sturm an. Das Essen wird kurzer Hand nach drinnen verlegt. Es gibt ein spontanes Indoor Barbecue.
Es ist kurz vor Beginn der Regenzeit daher kommen solche Gewitter öfters vor.
Morgens werden wir wieder gegen 5 Uhr von unserem Tracker Johannes geweckt. Wir wecken die müden Glieder mit Kaffee und ein paar Keksen dann geht es los. Unsere erste Station ist eine Herde Elefanten, auch ein paar Jungtiere sind dabei.
Auf halber Strecke macht Guide Gus eine Pause und fordert uns auf auszusteigen und ihm zu folgen. Wir schleichen der Reihe nach durch den Busch bis wir auf eine Geparden Mutter mit ihren Kleinen treffen. Völlig überwältigt und mit gewissem Sicherheitsabstand stehen wir nun da und beobachten diese faszinierenden Tiere. Gus erzählt uns, dass die Geparden von seinen Kollegen trainiert wurden und keine Probleme mit menschlicher Nähe haben, ganz wohl fühle ich mich dennoch nicht.
Wir kehren gegen 9 Uhr zur Lodge zurück, mit knurrendem Magen geht es direkt zum Frühstück.
Zwischen den Aktivitäten bleibt immer etwas Zeit, um am Pool zu liegen und die Seele baumeln zu lassen. Ich habe die Zeit genutzt um mir die anderen Lodges des Reservats anzusehen. Ich mache mich also mit meinem Guide Gus auf den Weg. Quer durch das Reservat habe ich natürlich noch die Möglichkeit ein paar Tiere zu sehen, ein ganz privater Game Drive.

Tag 5 bis 7

Wir übernachten in den nächsten zwei Nächten in der Abangane Lodge. Der Besitzer, Klaus ein Deutscher, ist sehr zuvorkommend und gibt uns Tipps zu Restaurants und Ausflügen.
Wir erkunden die Panorama Route, deren Name nicht zuviel verspricht, sehen Wasserfälle, genießen den unbeschreiblichen Ausblick über weite Ebenen, gemischt mit Bergformationen und Hügellandschaft; wir schlendern durch den Regenwald und finden abends mit einiger Begeisterung zwei schöne Sonnenbrände in unseren Gesichtern.
Obwohl es sich den ganzen Tag über angenehm warm angefühlt hat, hat die Temperatur von unter 15°C unser Risikobewusstsein außer Kraft gesetzt.

Tag 8

Unsere Anreise nach Swasiland ist beschwerlich, denn noch bevor wir die Grenze erreichen, stehen wir wegen kleinerer optimierungswürdiger Baustellen Stunden im Stau. Der Wettergott entscheidet, uns mit 26°C doppelt soviel Wärme zu schenken wie gestern. Schon auf der Durchfahrt wird uns bewusst, dass hier alles noch viel einfacher ist als in Südafrika, dass Autos nicht selbstverständlich sind und Schulwege entsprechend beschwerlich. Unsere Unterkunft ist leicht zu finden. Wir wohnen in einem kleinen, einfach eingerichteten Rondavel. Als wir nicht pünktlich zum Abendessen auftauchen, schickt man bereits Personal nach uns, damit wir nicht hungrig schlafen gehen müssen. Am nächsten Morgen durchqueren wir die zweite Hälfte des Landes in Richtung Süden mit etwas ausgebauteren Straßen, auf denen man größtenteils auch schneller als 60km/h fahren darf.

Tag 9 bis 12

In St. Lucia haben wir drei Nächte. Früh morgens machen wir uns auf zum Hluhluwe National Park
und ergänzen unsere bisher gewonnenen Eindrücke um weitere Tierarten. Mittags machen wir uns endlich auf ans Meer. Zum Reinspringen ist es heute etwas zu stürmisch, aber auf dem Weg können wir Flusspferde beim Familientreffen bewundern und die ersten Souvenirs erstehen: aus Früchten handgeschnitzte Teelichthalter. Abends unternehmen wir eine Bootstour auf dem See, welchen sich die Flusspferde mit unzähligen Krokodilen teilen.
Weil wir an der Walbeobachtung nicht teilnehmen können, wird der zweite Tag unser Strandtag. Wir stärken uns ein letztes Mal am üppigen Frühstück und brechen auf nach Umhlanga, eim Vorort von Durban.

Tag 13

Für heute haben wir nichts geplant, beziehungsweise ein Erholungstag am Strand geplant. Nach ein paar Stunden haben wir dann aber doch genug und fahren zum Umhlanga Shopping Center.

Tag 14 bis 17

Am Morgen machen wir uns auf den Weg nach Bergville, unserer nächsten Station. Unseren Plan, wandern zu gehen, setzen wir direkt am nächsten Tag in die Tat um. Unsere zweite Wanderung am darauffolgenden Tag verläuft feucht, da das Gras, durch das wir uns kämpfen, noch einiges an Tau- und Regenwasser für unsere Hosenbeine und Schuhe bereit hält. Diesem Umstand verdanken wir es, dass wir auf großen Teilen des Weges keine Menschenseele treffen.
Wir verlassen Bergville am frühen Morgen und fahren zum King Shaka Airport nach Durban. Bevor wir nach Kapstadt fliegen, geben wir schnell unseren Mietwagen ab und geben das Gepäck auf. Um 13 Uhr geht dann der Flieger nach Kapstadt.

Tag 17 bis 20

Wir nehmen unseren Mietwagen entgegen und fahren zu unserer Unterkunft im Bo Kaap. Wir laden die Koffer aus und machen uns gleich auf den Weg nach Camps Bay. Nach einem Spaziergang am Strand geht es weiter zum Signal Hill, wo wir einen Traumhaften Sonnenuntergang genießen.Da das Wetter uns am nächsten Tag nicht ganz wohlgesonnen ist, entscheiden wir uns für einen Ausflug nach Hermanus. Die R44, die Küstenstraße zwischen Hermanus und Kapstadt ist besonders schön und zählt zu einer meiner Lieblingsorte in Südafrika. Am Morgen sprechen wir noch mit einem anderen Gast der Unterkunft, der uns den Tipp gibt, dass die Wale nicht wie immer gesagt wird in Hermanus sind, sondern wir ein Stück weiter Richtung De Kelders fahren sollen. Ein kurzer Stopp in Hermanus bestätigt, dass hier keine Wale sind. Wir schlendern noch gemütlich an der Küste lang und halten kurz am Markt an, bis wir dann weiter nach De Kelders fahren und tatsächlich: schon nach wenigen Sekunden sehen wir die ersten Flossen aus dem Wasser schauen, was uns für den verpassten Walbeobachtungsausflug in St. Lucia mehr als entschädigt. Wir verbringen fast den ganzen Tag in Hermanus, bis wir uns auf den Rückweg machen. In Kapstadt angekommen geht es direkt ins „Mama Afrika“. Ein typisches afrikanisches Restaurant natürlich nur mit den Delikatessen des Landes. Es spielt eine landestypische Band und wir lassen den Abend gemütlich mit Savanna ausklingen.

Der nächste Tag startet mit Wind, Regen und dunklen Wolken. Trotz alle dem fahren wir ans Kap der guten Hoffnung. Da wir beide bereits mehrfach auf dem Tafelberg waren, steht dieser nicht auf unserem Programm. Für Südafrika-Erstlinge sollte dieser Punkt natürlich nicht fehlen.
Als wir mittags am Kap ankommen hat sich das Wetter deutlich gebessert, und wir genießen einen tollen Tag. Auf dem Rückweg halten wir noch in Muizenberg, um die berühmten bunten Häuser am Strand zu sehen. Unsere Reise neigt sich dem Ende zu, und wir nutzen den letzten Tag, um noch etwas Souvenirs zu shoppen. Wir beginnen mit dem Green Market Sqaure, ein Markt mit vielen handgemachten Holz- und Steinfiguren, es gibt Tücher, Taschen und vieles mehr. Mit vollen Tüten geht es weiter zur Waterfront, die wir dann am Nachmittag verlassen müssen. Unsere Shoppingausbeute wird schnell im Koffer verstaut, und es geht zum Flughafen. Wir treten mit einem lachendem und einem weinendem Auge die Heimreise an. Während der Rückreise träumen wir von unserer Rückkehr in dieses Paradies.

Kommentare

Marion Feldt schrieb am Donnerstag, 20. Oktober 2016 um 22:24 Uhr

Absolut cool! Wuensche m. Schwaeg. Britta auch so tolle erlebnisse?

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