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Busch und Beach – Camping und Luxus – Nadine in Botswana und Mozambique

Tag 1

Bei bestem Sommerwetter starten wir abends mit der SAA Richtung Johannesburg. Der Flug ist nicht ausgebucht, so dass jeder von uns alleine in einer Zweiereihe sitzen kann – Ein entspannter Flug liegt vor uns.

Tag 2

Pünktlich und ausgeruht erreichen wir unseren Zwischenstopp Johannesburg. O.R. Tambo. Auch hier ist recht wenig los und wir können die Zollkontrolle schnell hinter uns lassen. Da unser Weiterflug nach Maun erst in vier Stunden ist, gönnen wir uns einen entspannten Aufenthalt in der Flughafenlounge. Weiter geht es in die Safarihauptstadt Maun, am Rande des Okavango Deltas. Dieser Flug ist bis auf den letzten Platz ausgebucht, dementsprechend dauert die Einreise nach Botswana sehr lange. Am Ausgang angekommen, wartet auch schon unser Fahrer der Thamalakane River Lodge, der uns zu unserer ersten Bleibe etwas außerhalb von Maun chauffiert.
Wir beziehen unser wunderschönes Chalet und genießen, bei einem kühlen Glas Weißwein den herrlichen Blick auf den Thamalakane River, auf dessen Oberfläche die Sonnenstrahlen reflektiert werden. So verweilen wir bis zu den letzten wärmenden Strahlen.

Nach dem Sonnenuntergang, kühlt es, wie zu dieser Jahreszeit üblich, sofort merklich ab. Da wir das Abendessen im offenen Restaurant serviert bekommen, ziehen wir unsere dicken Jacken an und schlendern zum Restaurant. Nach einem leckeren Rinder-Steak lassen wir den ersten Abend sehr früh ausklingen.

Tag 3

Bereits um acht Uhr, eine Stunde eher als gepant, werden wir schon von unserem Guide Brian ungeduldig erwartet. Brian wird uns die nächsten siben Tage auf der privaten Campingsafari begleiten.

Nach einem schnellen Frühstück erhalten wir von Brian eine detaillierte Einweisung und einen Ausblick auf die kommenden Tage. Wir klettern auf die Rücksitze des Land Rovers und starten unser gemeinsames Abenteuer.

Zunächst machen wir noch kurz Halt in Maun, um uns mit mit Getränken,zu versorgen. Anschließend machen wir uns auf den Weg in den Nxai Pan Nationalpark.

Der Park besteht aus mehreren fossilen Pfannen, die Teil des ausgetrockneten Makgadikgadi Ursees sind. Zu den Highlights des Parks zählen die Baines Baobabs, sieben gigantische Bäume, die sich am Rande einer Salzpfanne befinden. Sie werden auch als „schlafende Schwestern“ bezeichnet. Ihre Nahmen verdanken Sie Thomas Baines, einem Mitglied der Baobab Expedition. Wir sind schon sehr gespannt.

Die Zufahrt ist eine tiefsandige, mit Löchern gespickte Piste, für die wir sehr lange brauchen. Zum Glück müssen wir nicht selbst fahren. Im Park selbst gibt es kaum Infrastruktur, dafür aber einige Wasserlöcher von denen leider aber nur noch wenige Wasser führen. An einem dieser angekommen, sehen wir eine Gruppe von Elefanten und mehrere Giraffen. Im weiteren Verlauf der Pirschfahrt können wir nur noch wenige Springböcke entdecken und erreichen schließlich kurz vor Sonnenuntergang unseren privaten Campingplatz am Rande einer Salzpfanne.

Mitten im Nirgendwo schlagen wir unser Camp für die nächsten beiden Nächte auf. Es müssen mehre Zelte aufgebaut werden, die Utensilien hierfür sind alle auf dem Dach und im Inneren des Land Rovers verteilt.

Bei privaten Safaris müssen die Gäste normalerweise beim Aufbau nicht mithelfen, aber wir finden, dass zum Campen auch etwas Einsatz der Teilnehmer gehört und helfen Brian beim Abladen und Aufbauen.

Nach und nach entsteht unsere kleine Zeltoase , bestehend aus einem Schlafzelt für uns mit schönen Feldbetten, einem Schlafzelt für Brian, welches etwas Abseits von unserem liegt, einem Zelt für die Dusche sowie einem Zelt für die Toilette mit selbst ausgehobenem Loch.

Nachdem das Camp aufgebaut ist, genießen wir gemeinsam den Sonnenuntergang und die Szenerie der Einsamkeit. Anschließend kochen wir unser erstes Abendessen. Wir sind erstaunt, was Brian auf zwei kleinen Gasbrennern zaubern kann. Bei einem Glas Wein und Sternkunde durch unseren Guide endete der erste Abend in der Wildnis am Lagerfeuer.

Tag 4

Noch vor Sonnenaufgang, werden wir bei schrecklicher Kälte um fünf Uhr morgens durch Brian mit einem leisen „Good morning, your hot water is ready“ geweckt. Mit warmem Wasser zum Waschen des Gesichtes und einem heißen Kaffee am Feuer versuchen wir uns langsam aufzuwärmen. Nach einem Frühstück, starten wir mit den ersten Sonnenstrahlen am Horizont zur ersten Pirschfahrt des Tages. Zum Glück hat jeder Mütze, Handschuhe, Schal und eine warme Jacke dabei, denn auf dem Fahrzeug ist es aufgrund des Fahrtwindes sehr kalt.

Wir besuchen verschiedene Wasserlöcher, sehen die Giraffen vom Vortag, sowie ein paar Antilopen und einige größere Vögel, welche wir nicht genau bestimmen können. Mehr gibt es heute Morgen leider nicht zu sehen. Der Park gefällt uns landschaftlich trotzdem sehr gut und außerdem sind auch wenig Touristen unterwegs, wir sehen in den zwei Tagen nur drei Fahrzeuge.

Für ein Mittagessen und eine warme Dusche mit Blick auf die Salzpfanne kehren wir schließlich zum Camp zurück. Es ist einzigartig unter freiem Himmel mit solch einem wundervollen Blick zu duschen.
Der „Game Drive“ am Nachmittag ist keine Pirschfahrt, sondern eine Panoramafahrt. Wir besichtigen die Bains Baobabs im Abendlicht und genießen den Ausblick auf die Salzpfanne bei einer Rundfahrt. Nach Sonnenuntergang erspähen wir dann doch noch zwei Elefanten, bevor wir zum Camp zurückkehrten. Auch an diesem Abend wird gemeinsam gekocht und viel geredet, bevor wir uns wieder den Geräuschen der Nacht hingeben.

 

Tag 5

Auch dieser Tag beginnt um fünf Uhr, schon vor Sonnenaufgang bei eisiger Kälte mit einem wärmenden Kaffee. Danach bauen wir das Camp ab und ziehen weiter nach Nata. Die Straße dorthin ist immer wieder überflutet, so dass wir einige Umwege fahren müssen. Ich bin diese Strecke schon mehrmals gefahren, aber ich habe hier noch nie so viel Wasser gesehen, links und rechts von der Straße befinden sich große Seen, wo normalerweise alles trocken und dürr ist.
In Nata machten wir einen Tankstop und füllen die Wasservorräte auf, bevor wir ein Stück zurück fahren, um in die Makgadikgadi Pans zu gelangen. Wir nehmen Kurs auf Kubu Island und sehen nach einigen Minuten auf der linken Seite die weiße Salzpfanne und eine Salzfabrik am Horizont schimmern. Bei einem Lunch unterwegs entdecken wir eine riesige Spinne -eine mouse spider- welche aber nach den Ausführungen von Brian ungiftig sein soll. Wir wahren trotzdem einigen Abstand.

 

Die Fahrt bis Kubu Island zieht sich sehr lange hin und nach einer schier endlosen Fahrt auf einer mehr als abenteuerlichen Piste erreichen wir endlich die Insel inmitten der Salzpfanne. Wir erkennen schnell die Schönheit und Einzigartigkeit von Kubu Island und wir sind uns darüber einig, dass sich die Mühen der langen Anreise wirklich gelohnt haben.
Nach einer Führung mit einem einheimischen Guide über die Insel erreichen wir die Baobabs, für welche Kubu Island so bekannt ist. Jetzt beim Sonnenuntergang wirken die Bäume in den Salzpfannen sehr unwirklich. Ich verweile und gehe in mich, denn ich kann es kaum glauben, Kubu Island war schon immer Traum für mich und nun ist dieser Wirklichkeit geworden. Einfach unfassbar.

 

Nach Sonnenuntergang kehren wir zu unserem Zeltplatz zurück, Brian hat schon das ganze Camp aufgebaut und auch gekocht. Wir sitzen am Lagerfeuer, genießen die Stille, den tollen Sternenhimmel und das hervorragende Essen. Es heißt, auf Kubu Island ist man den Sternen näher als den Menschen und so ist es wirklich.

Tag 6

Obwohl man hier keine Tierbeobachtungen machen kann, stehen wir bereits um vier Uhr auf, denn wie auch der Sonnenuntergang ist auch der Sonnenaufgang in den Pfannen unbeschreiblich und wir wollen diesen nicht verpassen. Draußen ist es noch stockfinster und mit Stirnlampen bewaffnet laufen wir hinaus in die Salzpfanne und warten auf die Sonne. In der Morgendämmerung zeigt sich die einmalige und wunderschöne Szenerie, die sich mit jedem Sonnenstrahl mehr verändert. Wir genießen die einzigartige Atmosphäre, machen wir immer wieder Bilder von den Salzpfannen und den Baobabs im Hintergrund.
Als wir zum Campingplatz zurückkehren, ist das Camp schon abgebaut und Brain wartet bereit zur Abfahrt auf uns. Wir fahren quer durch die Salzpfannen in Richtung Zentralkalahri. Immer wieder sehen wir tiefe Autospuren und wir können uns gut vorstellen wie hier der ein oder andere übermütige Tourist mit seinem Fahrzeug stecken bleibt. Zum Glück haben wir einen ortskundigen Fahrer und die Salzpfannen sind auch trocken. Wir begegnen auf der dreistündigen Fahrt keiner Menschenseele bis wir am südliche Rand der Pfannen die erste Siedlung erreichen. Hier bekommen wir Wasser und Benzin.

 

Die Strecke in die Kalahari ist gefühlt unendlich und in einem sehr schlechten Zustand und wir bekommen mal wieder eine afrikanische “Buschmassage“. Nach einigen Stunden erreichen wir endlich die offenen Plains der Kalahari.

Wie auch in den Nxai Pan wollen wir unsere Lager für die kommende Tage auf einem privaten, einsamen nur von Busch umgebenen Campingplatz aufschlagen. Nach einem kurzen Rundgang ist schnell klar, wo wir was aufbauen und wie wir uns für die nächsten drei Nächte einrichten möchten. Gemeinsam schaffen wir es gerade so, das gesamte Lager, bis Sonnenuntergang aufzubauen.
Nach dem Essen plaudern wir am Lagerfeuer mit Brian über Botswana und er erzählt uns viel von seiner Heimat und den Menschen.

Tag 7

Nach einer ruhigen, aber doch sehr kalten Nacht werden wir von Brian um 5:15 Uhr mit einem „Good Morning“ geweckt. Nach einem schnellen Kaffee starten wir auch schon zum „Morning Game Drive“. An diesem Morgen haben wir unfassbares Glück, wir sehen nach ca. 10 Minuten zwei große Löwenmännchen. Diese beiden wunderschönen Tiere sind Kalaharilöwen mit braunen Mähnen. Sie begleiten uns eine ganze Weile. Oft sind sie nur einen Meter vom Auto entfernt, so dass wir sie ganz aus der Nähe begutachten können bis sie dann im Dickicht verschwinden.

Weiter geht die Fahrt durch die Weiten der Zentralkalahari und unsere Glückssträhne hält an. Nach einer Kurve sehen wir plötzlich drei ausgewachsene Geparden, die auf der Straße liegen. Nicht durch uns beeindruckt oder gestört, spielen sie, klettern auf Bäume, oder setzen sich an den Straßenrand um uns in Augenschein zu nehmen. Auch hier verweilen wir bis die Tiere weiterziehen und wir uns auf den Rückweg zum Camp machen.

Nach einer langen Mittagspause in unserem Camp brechen wir am Nachmittag erneut zu einer Tierbeobachtungsfahrt auf. Nun ist das Glück jedoch aufgebraucht, außer ein paar Oryx Antilopen und einer Giraffe sehen wir keine weiteren Tiere. Trotzdem genießen wir die Einsamkeit und die Schönheit der Landschaft. Zum Ende der Fahrt trinken wir noch einen Gin Tomic und erleben einen schönen Sonnenuntergang. Zurück im Camp gibt es noch eine Dusche unter dem Sternenhimmel, bevor Brian uns wieder ein leckeres Abendessen zaubert. Auch dieser Abend endet am Lagerfeuer mit vielen Geschichten. Unser Guide zeigt uns außerdem verschiedenen Sternbilder und anschließend steigen wir nach einem langen Tag doch recht müde mit Wärmflaschen in unsere Schlafsäcke.

Tag 8

Früh am Morgen werde ich von tiefem und lautem Löwengebrüll geweckt. Das könnten die Löwen von gestern sein, denke ich, und sie scheinen nicht weit weg zu sein. Eigentlich müsste ich dringend auf die Toilette, traue mich aber nicht aus dem Zelt, weil ich meine Brille nicht finden kann und zudem die Angst habe, das sich die Löwen in unmittelbarer Nähe zum Zelt befinden. Also wecke ich meinen Mann, der noch tief und fest schläft. Er versichert mir, dass die Löwen noch etwas weiter weg sind und geht mit der Taschenlampe nach draußen, um das Camp abzusuchen. Nach seinem “ok“ kann ich auch endlich zur Toilette gehen.

Beim Frühstück erklärt uns Brian, dass die Löwen maximal 2 Kilometer von uns entfernt waren, auch er hat sie gehört. Wir brechen schnell auf, denn wir haben die Hoffnung, die Löwen noch einmal zu sehen, doch leider ohne Erfolg. Wir treffen lediglich andere Touristen, die in der Nacht ganz schön Angst hatten, weil die Löwen ganz in der Nähe ihres Zeltes waren. Eine Minute entfernt finden wir zwar die Spuren der Löwen aber mehr leider nicht.
Zurück im Camp gibt es eine letzte Dusche in der Wildnis, bevor wir anfangen die ersten Sachen des Lagers schon zusammen zu räumen. Nach einer letzten Pirschfart und einem letzten Abendessen sitzen wir auch zum letzten Mal gemeinsam am Lagerfeuer und lauschen den Geräuschen der Kalahri. Dazu genießen wir einem Rotwein.

Tag 9

Ich bin früh wach, trotz Wärmflasche ist es im Schlafsack mit bei 0 Grad Außentemperatur kalt. Nicht selten gibt es in der Kalahari im Winter nachts Minusgrade. Wenige Minuten später sind alle wach und wir lassen und durch die ersten Sonnenstrahlen und eine warme Tasse Kaffee wärmen.
Wir packen zusammen und schwingen uns ein letztes Mal auf den Safaritruck. Die Rückfahrt führt uns über tiefe Sandpisten zurück in die Zivilistation. Die letzten Kilometer bis Maun legen wir auf der Teerstraße zurück. Nachdem wir die Drifters Lodge besichtigt haben, bringt uns Brian zu unserem Luxusdomozil, der Royal Tree Lodge, außerhalb von Maun. Schade, dass unsere Zeit mit Brian schon vorbei ist, wir hatten viel Spaß und einmalige Erlebnisse mit Ihm. Er ist ein toller Guide, weiß viel über die Natur, über Land und Leute sowie die Sterne. Außerdem respektiert er die Natur. Wir können ihn nur empfehlen!
Die Lodge befindet sich im Busch. Wir haben ein großes Chalet mit einer tollen Badewanne. Welch ein Luxus und welch ein Gegensatz nach einer Woche ohne fließendes Wasser und ohne richtige Toilette. Die Wanne wird sofort ausprobiert und nach einem ausgiebigen Bad bin ich den ganzen Sand los, der mich nun eine Woche begleitet hat und ich fühle mich wieder so richtig sauber. Das Abendessen wird gemeinsam an einem großen Tisch eingenommen. Wir haben zuerst nicht wirklich Lust dazu, aber die anderen Gäste sind sehr nett. Zum Geburtstag einer Dame gibt es Kuchen und Wein für alle. Die Stimmung wird immer ausgelassener und es ist ein sehr lustiger Abend.

Tag 10

An diesem Morgen können wir ausschlafen, außer einem Flug nach Johannesburg haben wir nichts geplant. Wir frühstücken mit den Gästen vom Abend zuvor, außerdem stößt der Besitzer der Lodge zu uns. Er führt uns auf dem Gelände herum und erzählt uns viel über die Lodge. Anschließend werden wir zum Flughafen gebracht, von Maun aus geht es zurück nach Johannesburg. In Johannesburg angekommen, werden wir bereits vom Fahrer des African Rock Hotels empfangen. Mit dem Transfer brauchen wir etwa eine Viertelstunde, bis wir unser heutiges Domizil erreichen. Das kleine aber feine privat geführte Hotel liegt in einem bewachten Bezirk am Rande von Johannesburg. Beeindruckt von einer wunderschönen, individuellen Einrichtung gelangen wir durch den Garten am Pool vorbei zu unserem Zimmer. Der richtige Platz, um sich zu erholen und die vergangen Tage und Eindrücke Revue passieren zu lassen. Am Abend genießen wir ein wunderbares 3 Gänge Menü und genehmigen uns einen Absacker an der Bar.

Tag 11

Wir starten mit einem leckeren Frühstück in den Tag. Anschließend fährt uns der Fahrer zurück zum Flughafen, wo wir in eine wirklich kleine Linienmaschine (ca. 30 Sitzplätze) der SAA Express steigen, um nach Vilanculos in Mozambique zu fliegen. Bei bestem Wetter erreichen wir den Küstenort am Indischen Ozean. Nachdem die Zollformalitäten erledigt sind (für Mozambique benötigt man ein Visum), steigen wir um auf einen Helikopter. Mit diesem fliegen wir zur etwa 15 Minuten entfernten Insel Benguerra Island. Der Flug ist einfach nur der Wahnsinn, über das türkisblaue Meer mit seinen vielen Sandbänken geht es zur Azura Lodge.

Hier werden wir bereits mit einem Erfrischungstuch sowie einen Cocktail erwartet. Mit einem grandiosen Blick aufs Meer bekommen wir in der offen Hotellobby Informationen, was man hier alles unternehmen kann. Außerdem begrüßt uns unser persönlicher Host, Julio. Er wird uns die nächsten Tage möglichst jeden Wunsch erfüllen und ist fast unsichtbar, doch jederzeit an unsere Seite. Julio führt uns in unsere private Villa mit eigenem Pool, Außenduschen, einer wunderschönen Eckbadwanne sowie einem direktem Strandzugang und erklärt uns alle Details. Diesen Nachmittag genießen wir am Strand und im Meer bevor uns Julio ein Abendessen am Strand unter dem Sternenhimmel serviert. Nach dem Abendessen sitzen wir bei angenehmen Temperaturen an unserem Pool und lauschen den Geräuschen der Nacht bis uns die Augen zufallen.

Tag 12

Wir starten den Tag bei einem Kaffee in unserem Strandbett und genießen die Stille des Morgens, das Geplätscher des Meeres und den Sonnenaufgang.
Nach einem Frühstück am Strand starten wir heute zu einer Inselrundfahrt. Ein einheimischer Guide erzählt uns viel über die Vegetation, die Menschen und deren Leben auf der Insel. Auf der anderen Seite der Insel angekommen, besteigen wir eine hohe Sanddüne und genießen den tollen Rundumblick. Weiter geht es zur einzigen Schule der Insel. Hier lernen wir den Direktor kennen und dürfen bei einer Klasse kurz in den Unterricht reinschauen. Die Kinder sind sehr freundlich und lächeln alle, doch sie trauen sich nicht uns etwas zu fragen. Wir bemerken schnell, dass das Schulleben hier ganz anders ist als in Deutschland. Die Kinder benötigen zum Teil vier Stunden für den Schulweg und freuen sich doch jeden Tag auf die Schule. Sie hören sehr aufmerksam zu und freuen sich, etwas lernen zu dürfen. Neben dem Unterricht bekommen alle Kinder eine warme Mahlzeit. Auch wenn das Schulprojekt von den ansässigen Hotels und von den Touristen unterstützt wird, fehlen hier viele Lehrmittel. Weil in Mozambique portugiesisch gesprochen wird sei es auch nicht ganz einfach an Bücher zu kommen, erklärt uns der Direktor. Wir haben uns dazu entschlossen in den Förderverein der Schule beizutreten.
Nach dieser Erfahrung fahren zurück zur Lodge, wo wir den Nachmittag mit einer Massage beginnen. Vor dem Abendessen dürfen wir uns noch alle Villen der Lodge ansehen, und gewinnen so einen Eindruck über die verschiedenen Villenkategorien . Am späten Nachmittag besteigen wir „eine alte Dow“ (altes Fischerboot), um bei einer Dow Cruise den Sonnenuntergang zu erleben.
An diesem Abend hat Julio den Weinkeller für uns reserviert, wo er uns das Abendessen serviert. Es gibt heute Seafood. Sehr lecker! Wir lassen den Tag mit den vielen Eindrücken bei einem guten Glas Rotwein ausklingen.

Tag 13

Wir starten wieder vor Sonnenaufgang mit Blick aufs Meer in den Tag. Barfuß sitzen wir am Strand und genießen den Ausblick in die Ferne.
Heute erwartet uns ein ganz besonderer Ausflug. Zum ersten Mal in meinem Leben werde ich im Meer schnorcheln. Nach dem Frühstück probieren wir das Schnorchelequipment und die Neoprenanzüge aus. Dann geht es direkt mit drei anderen Paaren auf ein Motorboot und schon düsen wir über die Wellen raus aufs offene Meer. Nach ca. 30 Minuten werfen wir an einem Riff den Anker und bekommen letzte Anweisungen von unserem Guide. Wir lassen uns alle in das ca. 20 Grad kalte und doch sehr wellige Wasser fallen. Ich finde es nicht so einfach und habe am Anfang auch Probleme mit der Atmung, ich verschlucke mich ständig am Salzwasser. Der Guide gibt mir nochmals einige Anweisungen und dann kann auch ich endlich meinen Ausflug in die Unterwasserwelt genießen. Wunderschöne farbvolle Korallen sowie kleine und große bunte Fische sind zu sehen. Diese prachtvolle Unterwasserwelt ist atemberaubend schön und entspannend. Nach etwa einer Stunde kehren wir zurück zum Boot und lichten den Anker.


Weiter geht die Fahrt zur Nachbarinsel Bazarutu Island. Hier machen wir das Boot fest und klettern auf eine Düne. Wir überblicken Sandbänke und sehen türkisblaues Meer so weit das Auge reicht- ein traumhafter Blick. Da es sehr windig ist und der feine Sand sich auf der Haut wie Schmirgelpapier anfühlt, machen wir uns auf den Rückweg zum Meer. Hier finden wir ganz typische Muscheln. Von hier aus geht es zurück nach Benguerra Island. An einer einsamen Strandstelle ist eine kleine Oase für uns aufgebaut. In intimer Atmosphäre bekommen wir an einem schön gedeckten Tisch unser Lunch serviert. Nach dem Essen genießen wir die Zweisamkeit. Wir stürzen uns in die Fluten und relaxen anschließend auf zwei kleinen Sitzsäcken.

Zurück in der Lodge erwartet uns eine weitere Massage, danach genießen wir unsere Außendusche bevor wir auf unserer Terrasse unser ganz privates Abendessen serviert wird.
Unseren letzter Abend lassen wir an der Bar zusammen mit Kanadiern, die wir hier kennengelernt haben, ausklingen. Wir genießen einen wunderschönen Abend mit vielen Geschichten – was für ein herrlicher Ausklang unsere Urlaubs.

Tag 14

Ein letztes Mal bestaunen wir den Sonnenaufgang am Meer. Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir noch einen letzten Strandspaziergang, dann heißt es leider Abschied nehmen. Ich hoffe, wir kommen eines Tages wieder zurück, denn es hat uns hier sehr gut gefallen. Mozambique ist ein toller Abschluss einer Safari.
Zurück geht es mit dem Helikopter aufs Festland. Bei diesem Flug darf ich vorne sitzen. Der Blick aus dem Hubschrauber heraus ist wunderschön.
Von Vilanculos geht es über Jahannesburg zurück nach München, wo wir am Samstag morgen landen. Ein wunderschöner und ganz besonderer Urlaub mit vielen tollen Erlebnissen geht für uns leider zu Ende.

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