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Birgit in Namibia – 5500km durch Namibia

Am 14.03.2014 geht es mit dem Auto zum Frankfurter Flughafen. Wir parken unser Auto für drei Wochen auf einem Airparks Parkplatz und fahren mit dem Shuttle, der alle 20 Minuten fährt, zum Terminal 1. Da unser Flug mit der Air Namibia aber ab Terminal 2 startet, nehmen wir den kostenfreien Bustransfer zwischen den Terminals. Bereits um 5 Uhr reihen wir uns in die lange Schlange am Check In Schalter ein. Um uns die Wartezeit bis zum Boarding zu vertreiben, machen wir es uns in der Food Area am Flughafen bequem und beobachten die ankommenden Flugzeuge.

Tag 1

Der Flug startet pünktlich um 19.25 Uhr, ist ruhig und wir landen früher als angegeben. Die Passkontrolle und die Gepäckausgabe verlaufen typisch afrikanisch: langsam. Die Übernahme unseres Mietwagens ist aber schnell und problemlos, sodass wir bereits gegen 8 Uhr den Flughafen hinter uns lassen. Es geht 40 km bis in das Zentrum von Windhoek, wo wir beim Olive Grove eintreffen. Während der Fahrt stellen wir fest, dass die Region sehr grün ist und überall kleinere Bäume und Büsche wachsen. In unsrer Unterkunft gönnen wir uns ein zweites Frühstück bevor wir unser Zimmer beziehen. Um 10 Uhr treffen wir uns mit Tanya und Nicole, unsere Partner von Bush Bird Tours aus Windhoek. Wir erhalten weitere Infos zu den Unterkünften, eine namibianische Simkarte für den Notfall und eine Straßenkarte. Gemeinsam besprechen wir unser Routing anhand des Materials. Es ist Samstag und die Geschäfte schließen um 14 Uhr, sodass wir unser Gespräch beenden müssen um noch einige Snacks und Getränke für die kommenden Tage zu beschaffen. Zurück an der Unterkunft ziehen heftige Gewitter auf, daher beschäftigen wir uns den Rest des Tages mit den erhaltenden Unterlagen, bevor wir Essen gehen und anschließend früh zu Bett gehen.

Tag 2

Ganz nach dem Motto „Wer früh schläft kann auch früh aufstehen“ sitzen wir bereits um 8 Uhr, nach Frühstück und Check out, im Auto und verlassen Windhoek in Richtung Süden, unser Ziel heute die Bagatelle Lodge in der Kalahari bei Mariental. Die ersten 60 km können wir noch auf einer gut erhaltenen Schotterstraße fahren. Wir machen eine kurze Pause und nehmen mit voller Begeisterung die endlose Weite und die herrliche Stille war. Gegen Machmittag kommen wir an der Unterkunft an, begrüßt werden wir mit kühlen Tüchern und einem Drink. Wir beziehen unser Chalet mit eigner Terrasse mit Blick auf ein Wasserloch. Vor dem Abendessen nehmen wir noch an einer Sundowner Fahrt teil. Auf dem Safaritruck geht es in das 700 Hektar große Reservat. Wir treffen eine Vielzahl an Oryx-Antilopen. Unser Guide erklärt uns, dass diese nur mit 3 Liter Wasser im Jahr auskommen und daher perfekt für das trockne und wüstenreiche Namibia geschaffen sind. Wir sehen eine brütende Straußendame und ein Giraffe. Das Ende der Tour ist einzigartig: Wir halten an einem Tisch mit Snacks und Wasser um die untergehende Sonne zu bestaunen. Unser Dinner findet traditionell in der Boma, dem Grillplatz statt.

Tag 3

Wir unternehmen heute einen Tagesausflug nach Mariental um einige Einkäufe zu erledigen. Einige Kilometer vor der Lodge treffen wir zwei Frauen die mit ihrem Wagen im Sand des „Seitenstreifens“ fest steckten. Gemeinsam schaufeln wir den Sand vor den Rädern weg und versuchen auch mit schieben den Wagen wieder auf die richtige Spur zu bringen, doch nichts hilft. Wir wollen also mit unserem Auto die Beiden raus ziehen. Selbst ich bekomme Schwierigkeiten unseren Wagen, der natürlich auch an der Seite parkt, wieder auf den festen Schotter zu bekommen. Beim dritten Versuch ist unser Wagen wieder auf der Straße und mit einem Abschleppseil ist der Wagen der beiden Frauen wieder frei. Ein gut ausgestattetes Auto in Namibia ist sehr von Vorteil. Nach Ankunft im Bagatelle genießen wir den Sonnenuntergang und bevor es wieder zum Essen in die Boma geht. Heute haben sich die Angestellten alle einheitlich gekleidet und tanzen und singen um das Feuer in der Mitte.

Tag 4

Unser Tag beginnt früh, denn heute fahren wir zum Fish River Canyon. Auf dem Weg schaue ich mir noch zwei Unterkünfte an. Die Städte Mariental und Keetmanshoop erreichen wir sehr schnell, da es auf einer wirklich guten Teerstraße vorwärts geht. Schon am Vormittag zeigt unser Thermometer im Auto 27 Grad C an. Die Einfahrt zum Köcherbaumwalt kurz vor Keetmanshoop verpassen wir. Da es viele dieser Bäume in Namibia gibt, entscheiden wir uns nicht mehr umzudrehen. Je weiter es Richtung Süden und Nachmittag geht, desto wärmer wird es im Auto und draußen. Wir erreichen die erste Lodge und besichtigen diese in Begleitung der Managerin. Auch in der zweiten Lodge schauen wir uns Pool, Restaurant und Zimmer an, jedoch ist die Anlage sehr weitläufig. Bei 37Grad C und der starken Sonne sind wir froh als wir die naheliegende Fish River Canyon Lodge erreichen. Wir habe ein Familien Chalet am Ende der Anlagen. Das Chalet liegt höher als die anderen, sodass wir einen tollen Blick haben. Nach einer kurzen Abkühlung im Pool planen wir die Route zur anderen Seite des Fish Rivers für den nächsten Tag. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wir entscheiden uns für den Weg über Keetmanshoop zu nehmen, da die andere Strecke entlang der Grenze zu Südafrika und dem Oranje River teilweise nur mit einem 4×4-Wagen befahrbar ist. Telefonisch versichert mir Manfred von Bush Bird Tours, dass wir die Strecke bedenkenlos fahren können, daher entscheiden wir und kurzer Hand um. Das Essen wird uns auf der Terrasse unter Sternenhimmel serviert.

Tag 5

Nach dem Frühstück und dem Check Out fahren wir noch ein Stückchen zurück um zum Canyon View Point zu kommen, den hatten wir am Vortag ausgelassen. Der Blick ist wirklich einzigartig. Der Fish River hat verhältnismäßig viel Wasser, wirkt aber aus der Ferne winzig. Dann starten wir in Richtung Ai Ais, wo wir anhalten und unseren Wagen betanken. In Namibia gilt: Ein halber Tank ist ein leerer Tank! Ich nutze die Pause um mir die Ai Ais Lodge und Spa anzusehen. Es geht weiterhin Richtung Süden bis Aussenkehr, ab dann fahren wir am Oranje River, der an der Grenze zu Südafrika liegt, nach Westen. Diese Strecke ist laut Reiseunterlagen nur für 4×4-Fahrzeuge, wir stellen fest, dass die Strecke genauso gut mit einem Toyota Corolla passierbar wäre. Man erkennt jedoch, dass der Fluss erst vor kurzen über die Ufer bis weit über die Straße getreten ist. Die Strecke ist während einer heftigen Regenzeit gar nicht passierbar. Gegen Nachmittag treffen wir erst in Rosh Pinah ein und halten wieder um zu tanken. Einige Kilometer können wir jetzt auf Teerstraße fahren und kommen gut voran, dann jedoch geht es wieder auf eine Schotterpiste. Die letzten 20 km bis zur Lodge sind in einem sehr schlechten Zustand, daher brauchen wir sogar eine Stunde. Als wir ankommen zeigt sich, dass der Weg sich alle Male gelohnt hat. Die Sonne ist bereits unter gegangen aber der Ausblick ist einzigartig. Wir genießen ein tolles Essen inmitten einer atemberaubenden Kulisse.

Tag 6

Am nächsten Morgen lassen wir uns um sechs vom Wecker wecken, damit wir den Sonnenaufgang nicht verpassen. Nach dem Check Out geht es Richtung Norden zur „Alte Kalköfen Lodge“. Diese gehört zu Keetmanshoop, wobei sie eigentlich wenige Kilometer von Goageb liegt. Wir erreichen die Lodge gegen Nachmittag und gönnen uns eine Auszeit im Pool. Ich habe bis jetzt keine Lodge kennengelernt, die so nachhaltig und ökologisch angelegt, bewirtschaftet und ausgestattet ist. Es gibt eine eigene Biogasanlage, Sonnenkollektoren zur Stromerzeugung und zur Brauchwassererwärmung. Das Obst und Gemüse stammt aus dem eigenen Gewächshaus. Die Dekoration ist aus altem „Schrott“ und es gibt viele Autowracks links und rechts entlang der Zufahrt. Es gibt ein sehr gutes Abendessen und wir lassen den langen Tag unter einem beeindruckenden Sternenhimmel ausklingen.

Tag 7

Nach einem guten Frühstück ziehen wir weiter zur Namtib Desert Lodge. Auf dem Weg schauen wir noch zwei Unterkünfte in Klein Aus Vista an bevor wir einen Abstecher nach Lüderitz machen. Von der Bauweise einiger Häuser bin ich begeistert, dennoch sagt mir persönlich dieser Ort nicht sehr zu. Die Geisterstadt ist nur montags bis freitags immer am Vormittag geöffnet, wir haben heute Freitag aber es ist Unabhängigkeitstag in Namibia, daher können wir die leeren und zerfallenen Häuser der Geisterstadt nur aus der Ferne betrachten. Wir bleiben also nicht lange und fahren zur Lodge. Zwischendurch gibt es noch einen Stopp an der Tankstelle in Aus. Nachmittags treffen wir bei der Lodge ein, werden von Renate und Walter begrüßt und beziehen unser Zimmer. Scheinbar sind wir am Ende der Welt, das Wlan geht nicht und Handyempfang gibt es auch nicht. Es ist ein heißer Tag und wir haben schon die 40 Grad erreicht. Ein Pool wäre jetzt toll aber in der Wüste und mit knappem Wasser ist dies selbstverständlich nicht möglich. Vorm Abendessen lernen wir noch Thorsten uns Lynn kennen, die die Lodge von ihren Eltern übernommen haben. Anders als in anderen Unterkünften essen wir alle zusammen an einer großen Tafel, wie bei einer großen Familie. In einer kleinen Lodge mit nur fünf Zimmern lässt sich dieses tolle Konzept gut umsetzen, größere Unterkünfte, oder Unterkünfte von Ketten können dieses nicht realisieren. Wir sprechen über das Leben im Nirgendwo und tauschen uns mit den anderen Gästen über Unterkünfte, Highlights und Routings aus bevor wir erschöpft von der Hitze ins Bett fallen.

Tag 8

Auch zum Frühstück treffen wir uns alle wieder. Einige Gäste reisen ab andere machen es sich auf der Sonnenterrasse bequem. Wir bewandern den Naturpfad rund um die Lodge, ausgerüstet mit einem kleinen Buch über die 30 Pflanzen am Wegesrand. Wir sind vor dem Mittag und der Hitze zurück und nehmen auch auf dem Deck platz. Es ist herrlich bis auf die Tiere ist weit und breit nichts zu hören und der Blick reicht in die unendliche Ferne. Am späten Nachmittag lädt uns Thorsten zur Farmtour ein. Auf einem Safaritruck geht es mit Jacke und Kamera los. Wir bekommen Infos zur Region und Größe der Farm lernen viel über die Zucht von Ziegen, Schafe, Rinder und Wild. Wir stellen fest, dass das leiten einer Farm weit ab von der Zivilisation ein große organisatorische Herausforderung ist. Die Tierbestände der Farm richten sich immer nach der Regenzeit und der damit verbundenen Mengen an Regen. Ohne genügend Wasser wächst das Gras schlecht und es bleibt kaum Wasser zum Tränken der Tiere. Im Fall einer kurzen und schwachen Regenzeit muss die Anzahl der Tiere entsprechend angepasst werden. Während der Farmrundfahrt genießen wir einen traumhaften Sonnenuntergang mit Bier. Abends sitzen wir wieder mit allen Gäste beisammen, bevor es unter einem eindrucksvollen Himmel zu Bett geht.

Tag 9

Wir haben ein letztes gemeinsames Frühstück bevor es für uns auf die Piste geht. Über die C27 fahren wir Richtung Sossusvlei. Auf dem Weg besichtige ich noch zwei weitere Unterkünfte bevor wir in der Sossusvlei Lodge einchecken. Es ist bereits später Nachmittag, daher bleibt nicht viel Zeit bevor es ins Restaurant geht. Da es immer wieder heftige Schauer gibt, gehen wir früh schlafen.

Tag 10

Um kurz nach 4 Uhr klingelt unser Wecker, denn für heute ist eine Ballonfahrt über die Namib gebucht. Am Vortag hatte ich schon meine Bedenken ob die Tour auch bei schlechtem Wetter stattfinden kann. Da es heute Morgen nur Bewölkt aber trocken ist, habe ich wieder Hoffnung.
Wir verlassen unser Zimmer und gehen zur Rezeption, wo uns ein Transfer abholen soll. Leider teilte man uns aber an der Rezeption mit, dass die Tour aufgrund des unbeständigen Wetter abgesagt werden muss. Enttäuscht gehen wir zurück in unsere Hütte und legen uns noch etwas hin. Nachdem wir das zweite Mal aufstehen wartet ein tolles Frühstücksbüfett auf uns. Nach dem Check Out machen wir uns gemütlich auf den Weg zum Sossusvlei. Die letzten fünf Kilometer müssen wir mit einem Transfer weiter, da dieser Teil nur für 4×4-Wagen befahrbar ist. Am Deadvlei werden wir abgesetzt, unser Fahrer gibt uns schnell noch ein paar Infos mit. Wir laufen über eine der kleineren Dünen und können in der Ferne schon das Deadvlei sehen, unser Weg führt aber erst weiter die Düne herauf unser Ziel: Big Daddy, mit einer Höhe von ca. 370 Metern die höchste Düne der Welt. Nach etwa einer Stunde kommen wir auf der Spitze der Düne an und haben einen weiten Blick über diese tolle Landschaft.

Wir entscheiden uns für den kürzesten Rückweg: grade die steile Seite der Düne runter. Mit großen Schritten ist der Abstieg in unter 10 Minuten geschafft. Durch das Deadvlei wandern wir zurück, wo uns der Transfer vorbei am Sossusvlei zum Parkplatz bringt. Auf unserer Agenda ist nun der Sesriem Canyon geplant, jedoch geraten wir in einen sehr starken Regenschauer, sodass wir erst in der Sossusvlei Dune Lodge, direkt im Sossusvlei einchecken. Gegen späten Nachmittag klart es wieder auf, daher kommen wir doch noch zu unserem Ausflug zum Canyon. Von der Dune Lodge ist der Canyon nur einige Meter entfernt. Es gibt einen Weg bis runter in den Canyon und wir laufen erst links, wobei wir nach kurzer Zeit einen kleinen See erreichen, der uns zum Rückweg zwingt. Also gehen wir nun in die andere Richtung. Viele Vögel und Tauben nutzen die Wände um ihre Nester dort zu bauen. Es gibt Steine in alles Farben und Formen, die meisten sind aber rund vom Wasser geschliffen. Abends sitzen wir gemütlich im Restaurant.

Tag 11

Da die Dune Lodge im Park liegt, kann man von hier morgens zum Sonnenaufgang in die Dünen fahren. Da das Wetter immer noch trüb und regnerisch ist, frühstücken wir in der Lodge und verlassen dann Sesriem. Heute fahren wir nach Swakopmund auf dem Weg dorthin fahren wir über Walfish Bay, wo die Flamingos sind. Nach einem kurzen Stopp fahren wir weiter bis wir die Stadt erreichen. Ich schaue mir noch zwei Unterkünfte an bevor wir im Namtib Guesthouse einchecken. Heute Abend essen wir auswärts daher lassen wir uns noch einige Restaurants empfehlen. Wir entscheiden uns für das 22 Deegrees South aber bevor wir zu Tisch gehen, schlendern wir noch an der Promenade entlang und schauen den Sonnenuntergang.

Tag 12

Wir lassen Swakopmund hinter uns und fahren bei schönem Wetter nach Cape Cross zur Robben Kolonie. Es ist beachtlich wie viele Tiere sich hier auf einem Haufen tummeln. Über eine extra angelegte Gangway kommen wir dicht dran. Da viele Robben viel Dreck und auch Gestank produzieren, bleiben wir nicht lange. Mittags erreichen wir unsere Unterkunft, das Camp Kipwe in Twefelfontein. Wir legen uns in den Schatten, bis wir auf den View Point der Unterkunft gehen um den Sonnenuntergang zu genießen. Die Kulisse ist traumhaft. Anschließend wartet ein Dinner unter Sternenhimmel auf uns.

Tag 13

Wir fahren zum Mowani Mountain Camp, welches nur wenige Meter entfernt aber außer Sichtweite liegt. Die Managerin führt uns rum und erzählt uns die Geschichte der Unterkunft und zeigt uns die verschiedenen Kategorien der Zimmer. Wir fahren weiter zum Vingerklip Fels, wo wir einen Stopp einlegen.
Nachmittags erreichen wir Farm Omburo Ost, wo wir eine Farmtour unternehmen. Stephi zeigt uns ihre Ländereien und wir besuchen Felsmalereien und Gravuren die direkt auf Ihrem Gelände liegen. Da wir diese in Twefelfontein nicht gesehen haben, freuen wir uns, dass uns diese Möglichkeit noch eingeräumt wurde. Wir essen gemeinsam zu Abend und erfahren von Stephi wie es ist nach Namibia auszuwandern.

Tag 14

Nach einem gemeinsamen Frühstück geht es weiter nach Outjo, wo wir erst Mal tanken und noch einige Getränke und Snacks kaufen. Gegen Mittag erreichen wir unser Ziel: die Etosha Safari Lodge. Da wir die nächsten drei Tage in den Etosha Naationalpark fahren, legen wir heute einen entspannten Nachmittag ein.

Tag 15

Die Tore zum Etosha Park öffnen bereits um 5.30 Uhr, sodass man rechtzeitig zum Sonnenaufgang in den Park fahren kann. Die Tierwelt und grade die Raubkatzen sind morgens und abends während der Dämmerung am aktivsten. Die Regenzeit ist nicht die beste Zeit um Tiere zu beobachten. Es gibt genügend Grün für alle und keins der Tiere ist auf ein Wasserloch angewiesen. Grade Eland und Elefant nutzen diese Zeit um sich von all dem Lärm zurück zu ziehen. Unsere Erwartungen sind also eher gering. Heute erkunden wir den Park in Richtung Westen. Uns begegnen unglaubliche viele große Herden Zebras und Springböcke, viele haben noch Jungtiere dabei. Teilweise versperren die Tiere uns die Straße- es gibt schlimmeres, wir warten als geduldig bis der Weg wieder frei gemacht wird. Darüber hinaus treffen wir einige Herden an Gnus. Ganz in der Ferne sehen wir gegen Mittag einen Elefanten. Da es draußen bereits über 30 Grad sind, beschließen wir unseren Rückweg anzutreten. Orientierungslos stehen wir an einer Kreuzung, wir schauen in unsere Karten und bemerken zunächst den Elefanten, der direkt neben der Straße hinter einem Baum frisst, nicht. Als er hervor kommt um langsam die Straße zu überqueren, bemerken wir ihn dann endlich. Wir staunen nicht schlecht und schalten direkt den Motor ab. Der Dicke macht sich langsam auf dem Weg und läuft direkt an unserem Auto vorbei. Am Abend lassen wir den Tag mit einem tollen und unerwarteten Erlebnis ausklingen.

Tag 16

Nach dem Ckeck Out geht es wieder in den Park, heute fahren wir in die andere Richtung, Richtung Osten – Lindequest Gate, wo unsere nächste Unterkunft ist. Zu Beginn treffen wir wieder auf einige Zebras. Wir fahren entlang der Etoshapfanne bis wir an die Abzweigung zu einem Look Out Point kommen, da wollen wir natürlich auch hin! Anfangs ist die Straße nur mit kleinen Pfützen versehen, doch diese werden immer größer. Unser Nissan kämpft sich tapfer durch alle Wasserlöcher bis wir auf ein noch größeres treffen. Aus Angst Mitten im Park liegen zu bleiben und das auch noch ohne Handyempfang treten wir den Rückweg an. Wir begegnen einem kleinen VW Polo, indem die Insassen hektisch nach links zeigen. Wir halten die Augen auf und nach etwa 50 Metern treffen wir zwei White Rhinos. Wieder nehmen wir uns viel Zeit um die Tiere zu beobachten. Uns immer im Blick finden auch die zwei Rhinos den Weg über die Straße. Kurz bevor wir den Park verlassen treffen wir noch 4 Giraffen die es sich im Gras gemütlich machen. Im Onguma Reservat am Etosha haben wir die Aoba Lodge gebucht. Der Manager Nelson empfängt uns herzlich und führt uns stolz auf seiner Anlage rum. An einem Baum vor dem Restaurant liegt ein Elefantenschädel und Nelson fragt ob es sich um ein Weibchen oder ein Männchen handelt, da ich bereits viele Game Drives hatte kann ich Nelson sagen, dass es sich um ein Weibchen handelte. Nelson ist begeistern und will wissen ob ich geraten habe und fragt noch einmal genau nach woran ich den Unterschied erkenne. Ich erkläre ihm, dass der Unterschied in der Form der Stirn liegt. Nelson vereinbart für mich am nächsten Morgen die Besichtigung der anderen Unterkünfte im Reservat. Da wir abends alleine in der Lodge sind, haben wir einen Tisch unter Sternenhimmel direkt am Pool. Bevor es zum Essen geht, statten wir dem Weinkeller einen Besuch ab. Während des Essens können wir am Wasserloch einige Kudus beobachten.

Tag 17

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Auto durchs Reservat um die anderen Unterkünfte zu sehen. Mittags gibt es Lunch, danach fahren wir mit einem Guide durchs Reservat. Wir sehen wieder viele Antilopen, Zebras und Giraffen. Passend zum Sonnenuntergang halten wir an und genießen Snacks und ein Bier. Heute sind wir nicht mehr allein in der Lodge, daher essen wir im Restaurant unterm Dach. Das Essen ist sehr köstlich und der Wein passt perfekt.

Tag 18

Heute sind wir im Onkonjima, ein Reservat was sich unteranderem auf die Rettung von Leoparden und Geparden spezialisiert hat. Als wir ankommen werden wir herzlich begrüßt, jedoch muss der Check In noch warten denn wir fahren direkt mit einem Guide in das Reservat. Es gibt unterschiedliche Aktivitäten die man wählen kann, wir haben uns für das Leoparden Tracking entschieden. Mit einer Antenne und einem Scanner macht unser Guide bereits nach wenigen Minuten einen Leoparden aus. Die Dame möchte aber nicht gern fotografiert werden, sie zieht sich unter einige Büsche zurück, sodass wir sie nicht mehr sehen können. Wir warten einige Minuten aber nichts passiert. Unser Guide fährt weiter und wir versuchen wo anders unser Glück. Und Tatsächlich wir fahren durchs Reservat und hinter einer Kurve stehen plötzlich zwei Leoparden, unser Guide muss eine Vollbremsung machen. Unser Guide kennt natürlich alle Tiere, er verrät uns die Namen und das Alter, es handelt sich um eine Mutter mit ihrem 14 Monate alten Baby. Die beiden sind am spielen und der Kleine versucht immer seinem Mutter anzugreifen, teilweise lässt sie sich drauf ein oder sie ignoriert ihren Kleinen. Die beiden laufen gemütlich den Weg entlang, wir folgen ihnen. Es wird langsam dunkel daher fahren wir zur Lodge zurück. Wir beziehen schnell unser Zimmer und gehen zum Restaurant zurück. Mit der Managerin verabrede ich mich zum Frühstück am nächsten Morgen.

Tag 19

Shanon erklärt mir am Morgen die Aufgaben der Africat Foundation, eine Organisation die sich auf die Aubildung jeden Alters, die Forschung und Rehabilitierung von Leoparden und Geparden und die Geschichte der Lodge sowie den Hintergrund der Gründung. Anschließend fahre ich mit Ihr durch das Reservat, besichtige die anderen Unterkünfte und das Day Centre. Es ist toll, dass nicht nur gebuchte Gäste sondern auch andere Personen das Reservat besuchen können. Unsere Reise geht gegen Mittag weiter zu unserer letzten Station dem Elegant Farmstead. Wir erreichen die Unterkunft sehr schnell, da wir nur wenige Kilometer auf einer guten Teerstraße zurück legen müssen. Am Nachmittag entspannen wir am Pool, es folgt unser Abendessen.

Tag 20

Heute fahren wir nach dem letzten Check Out nach Windhoek, uns erstes Ziel das African Craft Centre. Es gibt viele Souvenirs, aus Holz geschnitzte Tiere, Schalen und Figuren, Taschen, Bilder und vieles mehr. Anschließend fahren wir noch zwei Unterkünfte in Windhoek anschauen bevor es zu unserer Partner Agentur Bushbird Tours geht. Tanya und Manfred Förtsch zeigen uns ihr Büro und wir nehmen auf der Terrasse platz. Wir erzählen von unserer Tour und von den vielen Unterkünften, die wir uns angesehen haben. Abends geht es zum Flughafen zurück, schnell geben wir unseren Wagen ab, der uns in den letzten Wochen sehr treu zur Seite stand. Am Flughafen warten wir mit einem lachendem und einen weinendem Auge auf unseren Rückflug.

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