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Nadine in Zimbabwe

Tag 1

Nach einem Zwischenstopp in Lusaka landet die Emirats EK713 nun endlich in Harare. Wir können nicht mehr sitzen und sind froh, nach zwanzig Stunden Flug inklusive Umstieg, endlich am Ziel zu sein. Nach einer Ewigkeit in der Schlange am Zoll schaffen auch wir endlich die Einreise. Unsere Koffer wurden schon vom Band genommen, da diese schon unzählige Male im Kreis gefahren waren. Nun noch schnell den Mietwagen abholen, eine Sim-Karte kaufen und los geht es in den Feierabendverkehr bei Dunkelheit. Zum Glück haben wir ein Navi, welches uns zur Unterkunft bringen soll. Quer durch Downtown bewegen wir uns im Chaos zu unserem Hotel. Festgelegte Fahrspuren gibt es nur selten, wir haben das Gefühl, dass auf einer dreispurigen Straße oft vier oder fünf Autos nebeneinander fahren. Zudem laufen zwischen den Autos immer wieder Fußgänger über die Straße. Nach einer dreiviertel Stunde Fahrt kommen wir endlich an unserem Ziel, einer Lodge mit wunderschönem Garten an. Wir setzen uns erst einmal in den Garten und trinken ein kühles Wasser. Nach einem leckeren Abendessen lassen wir unseren ersten Abend bei einem Glas Wein vor dem Kamin ausklingen.

Tag 2

Am nächsten Morgen sind wir früh wach, nach einem kurzen Rundgang durch die Anlage und einem sehr ausgefallenen und leckeren Frühstück beginnt auch schon unsere Rundreise. Wir fahren wieder zurück nach Downtown. Bei Tageslicht kommt uns alles nicht mehr ganz so chaotisch vor, auch wenn die Autos an diesem Tag wieder in mehreren Reihen nebeneinander fahren. Endlich haben wir Harare hinter uns gelassen. Wir fahren Richtung Süden vorbei an verlassenen Farmen, durch abwechslungsreiche Landschaften, mal ist es bergig und felsig, dann wieder grün oder ausgetrocknet. Verwunderlich finden wir, dass am Straßenrand sehr oft Menschen laufen. Es gibt unterwegs viel kleinere Siedlungen zwischen denen die Leute hin und her spazieren. Unser heutiges Ziel ist der Gonarezhou Nationalpark, welcher ganz im Südosten Zimbabwes liegt. Nach ca. sieben Stunden Fahrt, davon die letzte Stunde auf einer schlechten Schotterstraße, erreichen wir unsere Bleibe für die nächsten beiden Tage. Die Lodge liegt auf einer Klippe oberhalb des Save Flusses mit wunderschönem Blick über den Fluss. Auch von unserem Chalet aus haben wir einen tollen Blick. Zum Sundowner fahren wir mit unserem Guide zu einer Plattform, die oberhalb eines Wasserfalls liegt. Wir genießen die Stille und die wunderschönen Farben unseres ersten Sonnenuntergangs.

Tag 3

Am nächsten Tag werden wir um sechs Uhr geweckt. Während die Sonne aufgeht, genießen wir unser Frühstück auf der Terrasse. Die orange-beigen Klippen gegenüber der Lodge werden von der Sonne angestrahlt und erscheinen in einem warmen roten Licht. Es ist ein wunderschöner Morgen. Nach dem Frühstück machen wir uns mit unserem Guide John und drei weiteren Gästen aus Australien auf den Weg zu den Klippen im Gonarezhou Nationalpark. Dies ist ein Tagesausflug, der eine Mischung aus Game Drive und Naturfahrt ist. Während wir durch den Nationalpark fahren, sehen wir z.B. Elefanten, Kudus und Warzenschweine. Die Tiere in diesem Nationalpark sind sehr schreckhaft, denn noch vor einigen Jahren wurden die Tiere hier gejagt. Die Wege sind zum Teil sehr sandig, die Wegweiser zerstört und auch die noch vorhandenen Picknickplätze sind verwahrlost und heruntergekommen. Wir sehen einige Arbeiter, die damit beschäftig sind, die Infrastruktur im Park wieder aufleben zu lassen. Unseren ersten Stopp machen wir unterhalt der großen Klippen. Von einem zum Teil trockenen Flussbett aus genießen wir den Blick auf die fast 200 m hohen Klippen aus Sandstein. Weiter geht die Fahrt zu den Klippen hinauf, um dort den wunderschönen Ausblick zu genießen und unser Mittagessen einzunehmen. Der Blick über die Landschaft ist wirklich atemberaubend.
Nach diesem Stopp treten wir den Heimweg an. Unterwegs besuchen wir verschiedene Wasserlöcher, um dort verschiedene Tiere zu beobachten. Im Sonnenuntergang fahren wir an einer „Kolonie“ Affenbrotbäume vorbei. Das besondere Licht des Sonnenuntergangs lässt die Bäume golden erscheinen.
Zurück in der Lodge genießen wir alle zusammen ein Abendessen. Anschließend sitzen wir am Feuer zusammen, um die Stille und die Geräusche des Busches aufzunehmen.

Tag 4

Am darauffolgenden Tag stehen wir noch früher auf als sonst, nehmen unser Frühstückspaket in Empfang, trinken einen letzten Kaffee auf der schönen Aussichtsplattform und sitzen dann auch schon im Auto, um uns auf den Weg zum Matops Nationalpark zu machen. An diesem Tag liegen sieben Stunden Autofahrt vor uns. Die Landschaft wechselt ständig, so dass die Fahrt nicht langweilig wird. Nach ca. sechseinhalb Stunden erreichen wir Bulawayo, hier kaufen wir Wasser und suchen nach Billong. Der einzige Metzger am Ort hat zwar eine Verkäuferin, aber die Auslagen sind leer, so dass wir ohne unser geliebtes Trockenfleisch weiter zu unserer Lodge fahren.
An diesem Nachmittag entspannen wir am großen Felspool. Es ist wunderschön hier, die Lodge liegt einsam und versteckt. Vom Pool aus hat man einen wunderschönen Blick in die Landschaft. Für den obligatorischen Sundowner wird uns ein Rucksack mit G&T (wie hier Gin Tonic genannt wird) gepackt und wir wandern auf einen Berg, um uns dort oben mit unseren Getränken zu setzen und den Sonnenuntergang zu genießen.

Tag 5

Endlich „Ausschlafen“, heute beginnen wir den Tag erst um sieben, denn wir wollen im wunderschönen Matopos Nationalpark wandern. Nach dem Frühstück und einer Besichtigung der kompletten Lodge machen wir uns auch schon auf den Weg in den Nationalpark. Wir sind die ersten Gäste, die an diesem Tag in den Park fahren. Auch in den letzten Tagen waren nur wenige Besucher hier. Es ist fantastisch, viele interessant aussehende Steinformationen reihen sich neben der Straße auf. Wir steigen hier und da aus und wandern auf zwei der Steinberge. Hinter jeder Ecke verbirgt sich eine andere spektakuläre Aussicht.
Wir beschließen, uns eine der Höhlenzeichnungen anzusehen. Leider haben wir uns den Berg mit der wohl schlechtesten Straße des Parks ausgesucht. Die steinige und felsige Straße windet sich in Serpentinen den Hang hinauf. Unserem Allradfahrzeug wird einiges abverlangt. Kurze Zeit später erreichen wir den Punkt, ab dem wir laufen wollen. Wir wandern eine steile Felswand in der prallen Sonne hinauf, ganz schön heiß hier. Endlich kommen wir in der Höhle an. Die Felszeichnungen sind noch gut erhalten und wir staunen über die vor vielen Jahren entstandenen Zeichnungen der Buschmänner.
Am späten Nachmittag fahren wir zurück in unsere Lodge. Nachdem wir einige Zeit auf dem Balkon relaxed haben, wandern wir zum Sundowner wieder auf einen Berg, um das Panorama zu genießen. Nach einem leckeren Abendessen und einem lustigen Abend mit den anderen Gästen, fallen wir sehr müde ins Bett.

Tag 6

Heute starten wir bereits vor dem Frühstück zu einer Wanderung. Wir klettern auf einen Felsen, der sich auf einem Berg befindet. Von hier aus haben wir einen tollen Panoramablick und einen einzigartigen Blick auf den Sonnenaufgang. Unser Guide erklärt uns Wissenswertes über die Natur und die Naturvölker, die hier gelebt haben. Wir sehen Felszeichnungen und Höhlen, in denen einst Menschen lebten. Nach dieser interessanten Morgenaktivität kehren wir zum Frühstück zur Lodge zurück.
Schon sind wir wieder auf der Straße, um zu unserem nächsten Ziel, dem Hwange Nationalpark zu gelangen. Unser heutiges Ziel ist eine Lodge, die etwas außerhalb des Parks liegt. Sie ist ganz neu und gefällt uns sehr gut. Als wir ankommen, gibt es noch ein spätes Mittagessen. Anschließend genießen wir den freien Nachmittag auf der Terrasse, bevor es zum Game Drive geht. Leider haben wir heute nicht sehr viel Glück, wir sehen nur einen Elefanten und ein paar Giraffen. Als wir zur Lodge zurückkehren, wird das Abendessen serviert. Danach sitzen wir mit den anderen Gästen noch bei einem Glas Rotwein um das Lagerfeuer.

Tag 7

Am folgenden Morgen wird kein Game Drive angeboten, so dass wir etwas länger schlafen können. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg in den Hwange Nationalpark. Am Anfang ist die Straße noch geteert, dann wird sie jedoch zur Sandpiste. Nachdem wir etwas Luft aus den Reifen gelassen haben, bringt und unser 4×4-Fahrzeug sicher zur Lodge. Toll ist es hier, alle Bungalows haben einen Blick auf das große Wasserloch. Wir genießen die Stunden in der Sonne und beobachten die Zebras und Giraffen am Wasser. Bevor es auf Pirschfahrt geht, taucht plötzlich eine Elefantenherde auf. Ein paar Gäste sitzen schon im Hide, der in die Erde am Wasserloch eingelassen ist, um die Tiere ganz nah zu beobachten.
Mit unserem Guide und vier weiteren Gästen geht es im sechssitzigen Fahrzeug in den Busch. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Den Sundowner genießen wir an diesem Abend an einem unvergleichlichen Wasserloch. Bevor wir zur Lodge zurückkehren, sehen wir noch zwei Löwenmännchen, die voll gefressen im Gras liegen und sich dann auf den Weg zum Wasserloch machen.

In der Lodge gibt es ein sehr leckeres Abendessen. Anschließend sitzen wir noch am Feuer zusammen, bevor wir zur Nachtfahrt aufbrechen. Kurz nachdem wir das Camp verlassen haben, sehen wir auf der linken Seite ein Impala liegen. Plötzlich springt von links ein Löwe auf die Fahrbahn, will sich das Impala schnappen. Leider entwischt ihm das Impala, weil wir gerade auftauchen.

Tag 8

Die Morgenaktivität in dieser Lodge dauert bis zwölf Uhr mittags und besteht aus Game Drive und Game Walk. Beim Laufen sehen wir viele Elefanten, an einen kommen wir sogar bis auf fünf Meter heran. Es ist sehr beeindruckend, einem großen Tier so nah zu sein.
Zurück in der Lodge, heißt es für uns, Auto starten und los zu einer weiteren Lodge auf der anderen Seite des Parks. Wir müssen ca. drei Stunden quer durch den Park fahren, um unser nächstes Ziel zu erreichen. Die Straße ist zum Teil sandig, kiesig oder sogar geteert.
Am späten Nachmittag erreichen wir die gebuchte Lodge, auch diese liegt an einem Wasserloch. Es ist eine neu erbaute Lodge im Zeltstil. Nach einer kurzen Erfrischung geht es auch schon los. Wir fahren mit unserem Guide durch den Busch, auch hier steigen wir aus, um eine kurze Wanderung zu machen. Nach dem Sundowner sehen wir eine ganze Gruppe Hyänen. Aufgrund des Vollmonds ist es sehr hell und wir können die Tiere durch unsere Ferngläser sehr gut beobachten.

Tag 9

Wir stehen am Feuer und trinken einen Kaffee als der Guide erklärt, dass ein Löwe auf dem Weg in unsere Richtung ist. Schnell springen alle in die Autos und fahren los, um den Löwen zu finden. Tatsächlich erspähen wir nach zehn Minuten ein Löwenmännchen direkt vor uns auf der Straße. Einige Zeit fahren wir hinter dem Löwen her, sogar beim Trinken können wir ihn beobachten. Immer wieder brüllt er sehr laut, das Gebrüll geht durch Mark und Bein.
Leider verschwindet er dann im Gebüsch. Als Entschädigung sehen wir aber noch seinen Bruder und drei Weibchen mit ihren sieben Babys. Nach diesem tollen Löwenerlebnis brechen wir zu einer längeren Wanderung auf, während dieser wir auf einen Berg steigen, um die faszinierende Landschaft rings herum zu bestaunen.
Noch ein leichtes Mittagessen und schon sitzen wir wieder im Auto, um nach Mlibizi zu fahren. Von hier aus wollen wir mit der Fähre nach Kariba übersetzen. Mlibizi ist ein winziger Ort, in dem es nur drei Unterkünfte und ein paar Wohnhäuser gibt, obwohl die Lage am See sehr schön ist. Wir essen bei einem netten älteren Ehepaar zu Abend. Weil es keine Restaurants gibt, bieten die beiden Touristen die Möglichkeit bei ihnen zu essen. Hier auf der Terrasse bei einem Glas Wein ist es herrlich und noch wunderbar warm.

Tag 10

Früh am Morgen brechen wir auf, um die Fähre nach Kariba zu nehmen. Das Parken ist recht abenteuerlich, denn wir müssen mit unserem riesigen Auto rückwärts auf die Fähre fahren. Außerdem stehen schon weitere Autos im Bauch der Fähre, so dass wir sehr langsam und vorsichtig fahren müssen, um das Auto an seinen Platz zu bekommen. Mit fünf Autos und sechzehn Passagieren an Bord legt die Fähre heute ab. Wir genießen den wunderschönen Tag an Deck in der Sonne. Nach dem Sonnenuntergang legen wir uns auf Deck und blicken in den atemberaubenden afrikanischen Sternenhimmel.

Tag 11

Am nächsten Morgen werden wir sehr früh geweckt, es gibt Frühstück und dann legen wir auch schon in Kariba an. Hier tanken wir noch schnell und machen uns dann auf den Weg nach Mana Pools. Nach zwei Stunden Fahrzeit erreichen wir die Piste, die uns die letzten fünfzig Kilometer zur Lodge bringen soll. Die schlechte 4×4-Piste ist eine echte Herausforderung für Auto und Fahrer, es macht aber riesigen Spaß hier durch die Wildnis zu fahren. Nun müssen wir nur noch einen trocknen und einen wasserführenden Fluss durchqueren und haben endlich unser letztes Ziel erreicht. Hier im Mana Pools Nationalpark verbringen wir die letzten drei Nächte unseres Urlaubs.
Als wir das Camp erreichen, ist gerade eine Elefantenfamilie im Camp unterwegs. Es ist unfassbar, die Dickhäuter laufen auf den Holzstegen, die die Zelte miteinander verbinden, quer durchs Camp und wir sind ganz nah dabei. Die Tiere fressen von den Bäumen, schlendern am Fluss entlang und die ganze Herde geht dann nacheinander ins Wasser, um zu einer Insel zu gelangen. Hintereinander her, den Rüssel nach oben, so schwimmen und prusten sie durch den Sambesi.
Unser Camp liegt direkt am Fluss, über den wir einen Blick bis zu den Bergen auf der anderen Flussseite in Sambia haben. Nach einem leichten Mittagessen ruhen wir uns im Schatten aus und lassen die Landschaft und die Elefanten auf uns wirken. Hier ist es wunderschön.
Nach der Siesta brechen wir zur Nachmittagsaktivität, einer Bootstour auf. Während dieser sehen wir viele Hippos, Krokodile, Elefanten und auch einige Vögel. Nach einem Gin Tonic zum Sonnenuntergang geht es mit dem Fahrzeug zurück zum Camp.

Tag 12-13

Die nächsten beiden Tage bestehen aus Pirschfahrten, Game Walks und einer Kanutour auf dem Sambesi. Dies ist auch ein unvergleichliches Erlebnis. Wir sind mit unserem Guide auf dem Fluss zwischen Krokodilen und Flusspferden unterwegs, erleben den Sonnenuntergang auf dem Fluss, einfach toll! Während weiterer Aktivitäten sehen wir zahlreiche Elefanten und sogar eine Herde Wildhunde, die ein Tier gerissen hat.
Am letzten Tag bekommen wir die Möglichkeit auf dem Hide ein paar Stunden zu sitzen und das Wasserloch darunter zu beobachten. Hier können wir den Warzenschweinen in Ruhe beim Suhlen zusehen. Es ist ein wunderbar entspannter und ruhiger Nachmittag.

Tag 14

Am letzten Morgen stehen wir sehr früh auf, denn wir müssen zurück nach Harare, um abends unseren Flug nach Hause zu bekommen. Wir erreichen schon nachmittags die Hauptstadt, gehen noch etwas shoppen und sind pünktlich am Flughafen. Zimbabwe hat uns sehr begeistert und wir kommen auf jeden Fall wieder!!!
 

Kommentare

Yvonne schrieb am Freitag, 20. September 2013 um 20:16 Uhr

Ein super Bericht mit tollen Fotos, der Lust macht, das Ganze auch mal zu erleben,

tanya schrieb am Mittwoch, 18. September 2013 um 20:04 Uhr

Die Reise hört sich sehr spannend an und macht Lust, auch mal dort hin zu reisen. Die Aufnahmen sind atemberaubend.

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